SWEG mit positivem Jahresergebnis

 

(Baden-Württemberg) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG) blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Jahr 2016 zurück: Das Jahresergebnis erreichte ein Plus von einer halben Million Euro. Aufgrund von Sondereinflüssen fällt der Jahresüberschuss etwas niedriger aus als erwartet. Die SWEG konnte im Jahr 2016 die Umsatzerlöse nochmals steigern – auf nunmehr 86,1 Millionen Euro (2015: 84,5 Millionen Euro) und im Gesamtkonzern auf 99,7 Millionen Euro (2015: 98,3 Millionen Euro).

Gesteigert hat sich ebenfalls die Zahl der Fahrgäste – und zwar auf die Rekordwerte von insgesamt 52,29 Millionen Fahrgäste (2015: 51,18 Millionen) beziehungsweise 62,37 Millionen im Gesamtkonzern (2015: 60,76 Millionen). „Wir freuen uns über diesen Zuwachs und sehen uns bestätigt, den Fahrgästen einen attraktiven Nahverkehr zu bieten“, sagt SWEG-Vorstandsvorsitzender Johannes Müller.

Den Anstieg der Fahrgastzahlen führt Johannes Müller unter anderem auf die konsequente Modernisierung des Fuhrparks zurück: „Wir haben im Jahr 2016 erneut mehrere Millionen Euro in modernste, effiziente und komfortable Busse investiert.“ Auch den Einbau von WLAN-Technik in ihre Fahrzeuge hat die SWEG im Jahr 2016 stark vorangetrieben. So konnten sich die Busfahrgäste im Lahrer Stadtverkehr, im Landkreis Lörrach und im Raum Wiesloch-Walldorf neu über drahtlosen und kostenlosen Internetzugang freuen.

Für ihr WLAN-Angebot in vielen Bussen und Bahnen hat die SWEG im Frühjahr 2017 den ÖPNV-Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg in der Kategorie „Kundennutzen durch Digitalisierung“ erhalten. Ein wichtiges Ereignis im Jahr 2016 war die Ausgliederung der Eisenbahninfrastruktur in eine gesonderte Gesellschaft – die SWEG Schienenwege GmbH. Die SWEG ist damit der Forderung des Gesetzgebers nachgekommen, wonach grundsätzlich die Schienenwege von allen übrigen Unternehmenstätigkeiten abzugrenzen sind.

In Bezug auf Ausschreibungen brachte das Jahr 2016 unterschiedliche Ergebnisse. Im Schienenpersonennahverkehr konnte sich die SWEG im Wettbewerb um die Netze 4 (Rheintalbahn) und 9a (Breisgau Ost-West) nicht durchsetzen. Erfolgreicher lief es im Bereich Bus. So gewann die SWEG das Linienbündel Wiesloch-Walldorf, das Tochterunternehmen Nahverkehr Mittelbaden Walz (NVW) gewann das Linienbündel Ettlingen II. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 werden die SWEG und die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) zu einem Unternehmen verschmolzen.

Mit der Fusion soll eine starke Landesverkehrsgesellschaft geschaffen werden, die betriebliche und verkehrliche Synergien nutzt. Schon jetzt besteht der Vorstand beider Unternehmen personenidentisch aus dem Vorstandsvorsitzenden Johannes Müller und dem technischen Vorstand Tobias Harms. Alle bisherigen Betriebsleitungen und Werkstattstandorte bleiben erhalten und werden vom Hauptsitz Lahr gesteuert. Das neue Unternehmen wird rund 1200 Personen beschäftigen, ein Arbeitsplatzabbau ist mit der Fusion nicht geplant.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a

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