Das Vorstellungsgespräch

Glückwunsch, Ihre Bewerbung hat, nachdem Sie alle Tipps berücksichtigt haben, einen guten Eindruck hinterlassen und konnte die Entscheider überzeugen. Sie wurden telefonisch, per E-Mail oder per Post zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und sind Ihrem Wunschjob ein Stück näher gekommen. Wichtig ist, dass Sie vorbereitet in das Vorstellungsgespräch gehen, denn jetzt können Sie alles Weitere beeinflussen.

 

Statt eines Einzelgespräches im Unternehmen können Sie auch zu einem Gruppengespräch, Telefoninterview oder Assessment Center eingeladen werden. Nach einem ersten Gespräch folgt in der Regel mindestens ein zweites Gespräch. Bei gehobenen Positionen im Management kann es darüber hinaus noch zu einem dritten oder vierten Gespräch kommen. Dies hängt davon ab, welche Entscheider alles bei den Gesprächen beteiligt werden müssen, wie z.B. die Geschäftsführung oder Mitglieder des Vorstandes.

Im Vorfeld des Gespräches müssen Sie sich über das Unternehmen und die Branche, in der das Unternehmen tätig ist, informieren. Nutzen Sie hierfür alle Ihnen zu Verfügung stehenden Mittel und Medien. Im Internet haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Informationen zu erhalten. Suchen Sie auf der Firmenhomepage, Wikipedia und Google nach grundlegenden und aktuellen Daten.

Wenn Sie sich ausreichend über das Unternehmen informiert haben, sollten Sie als nächstes Antworten auf häufig vorkommende Fragen entwickeln, die Ihnen im Gespräch gestellt werden könnten. Bereiten Sie sich darauf vor, dass Sie sich zu Beginn des Gespräches interessant vorstellen können. Häufig werden Sie aufgefordert anhand Ihres Lebenslaufes, Ihren Lebensweg zu schildern. Besonders interessant für das Unternehmen und Ihre Gesprächspartner ist es, Ihre Motivation für die Bewerbung auf die ausgeschriebene Position zu erfahren. Wenn Sie nur das Geld reizt oder Sie froh sind, einer Tätigkeit nachgehen zu können, überzeugt das Ihre Gesprächspartner nicht.

Häufig werden Sie nach Ihren Karriereziele befragt. „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“. Mit dieser Frage versucht das Unternehmen Ihre persönlichen Karriereziele mit den Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen zu vergleichen. Kann das Unternehmen das bieten, was Sie verlangen, oder sind Sie nach 3 Jahren unmotiviert, weil Ihr Vorgesetzter erst in 30 Jahren in Rente geht und es keine Aufstiegsmöglichkeiten in Aussicht gibt? Seien Sie hier ehrlich, was nütz Ihnen ein Job ohne gewünschte Aufstiegsmöglichkeiten, wenn Sie vorhaben, Karriere zu machen.

Die klassischen unangenehmen Fragen nach den persönlichen Stärken und Schwächen werden immer seltener vom Personaler gestellt. Zu häufig bekommen die Personaler dieselben unbefriedigenden Antworten. In der Literatur wird häufig empfohlen, Schwächen nicht zu nennen, die keine Schwächen, sondern Stärken sind. Schwächen wie z.B. „Ich bin so ungeduldig und kann meine Arbeit nicht liegenlassen“ oder „Ich bin ein Perfektionist und muss immer das bestmögliche Ergebnis erzielen“ können die Personaler nicht mehr hören. Solche Aussagen zeigen eher andere Schwächen. Der Bewerber ist nicht selbstkritisch, kann nicht selbstreflektieren und ist unkreativ.

Überlegen Sie im Vorfeld Ihre tatsächlichen Schwächen und geben Sie an, aktiv daran zu arbeiten oder nennen Sie die Gründe, warum die Schwächen auch positiv eingesetzt werden können.

Ob eine lustige Antwort auf die Frage gegeben werden kann, hängt von der Art und Atmosphäre des Gespräches ab.

Entwickeln Sie im Vorfeld Fragen, die Sie dem Unternehmen stellen können. Am Ende des Gesprächs werden Sie immer gefragt, ob Sie selber Fragen haben.

 
Das Vorstellungsgespräch

Folgendes sollten Sie im Vorfeld über das Unternehmen recherchieren:

  • Wie viele Standorte hat das Unternehmen?
  • Welches ist seine Hauptniederlassung?
  • Wie viele Mitarbeiter sind im Unternehmen tätig?
  • Welche Produkte stellt das Unternehmen her?
  • Wer sind die Konkurrenten am Markt?
  • Welche Position hat das Unternehmen am Markt?
 

Tipps

  • Bereiten Sie sich umfassend vor
  • Notieren Sie die Adresse und planen Sie bei der Anreise einen Puffer ein
  • Erscheinen Sie nicht zu spät
  • Tragen Sie angemessene Kleidung, beachten Sie den Dresscode
  • Achten Sie auf Ihren ersten Eindruck
  • Achten Sie auf den letzten Eindruck
  • Sprechen Sie ruhig und langsam
  • Merken/Notieren Sie sich die Namen
  • Halten Sie Blickkontakt
  • Verheimlichen Sie nichts und lügen Sie nicht
  • Stellen Sie Fragen, dies zeigt Interesse
 

No-Gos

  • Unvorbereitet in das Gespräch kommen, das merkt man immer
  • Seien Sie nicht überheblich
  • Unangemessene Forderungen stellen
  • Beim Lügen erwischen lassen
  • Ins Wort fallen
  • Ungepflegtes Äußeres
  • Dresscode nicht befolgen
  • Arrogantes Auftreten
  • Nach Zigaretten riechen
  • Handyklingeln
  • Kaugummi kauen