Bayern: Verlässlicher Notfahrplan

 

(Bayern) Autor:Stefan Hennigfeld

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise, die auch vor den Eisenbahnunternehmen nicht Halt macht, sind seit dem 30. März weitere Anpassungen des bereits geltenden Fahrplan-Grundangebots im bayerischen SPNV erforderlich. Der Freistaat verfolgt weiterhin das Ziel, die Grundversorgung im SPNV aufrechtzuerhalten.

Denn nach wie vor gilt, dass Angehörige systemrelevanter Berufe aus dem Bereich der Pflegedienste, Medizin, Innere Sicherheit und Lebensmittelversorgung zu ihren Arbeitsstellen gelangen müssen. „Diesen Daseinsvorsorge-Auftrag nehmen wir sehr ernst“, erklärt Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU).

Verkehrsstaatssekretär und BEG-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Holetschek (CSU): „Das Bayerische Verkehrsministerium, die Bayerische Eisenbahngesellschaft und die in Bayern tätigen Eisenbahnunternehmen befinden sich im permanenten Austausch, um ein angemessenes und zugleich verlässliches Fahrplanangebot bereitzuhalten, das ausreichend Platzkapazitäten zur Einhaltung des empfohlenen Mindestabstands vorsieht. Die Gesundheit der Menschen steht für uns an erster Stelle.“

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft hat eine weitere Stufe des reduzierten Grundkonzeptes mit allen Beteiligten abgestimmt. In einigen Netzen findet eine Reduzierung des bisherigen Fahrplanangebots statt, auf einzelnen Nebenstrecken mit geringer Nachfrage kann ab sofort nur noch eine Grundversorgung angeboten werden.

Das bedeutet, dass es dort zu Ausdünnungen des Taktes und zu Busersatzverkehr kommt. Die Verkehrsunternehmen arbeiten die Veränderungen in die elektronischen Auskunftsmedien ein. Seit 30. März sind Fahrplanänderungen in folgenden Netzen in Kraft: bei der S-Bahn München, in den nord- und ostbayerischen Netzen der DB Regio, im Werdenfels sowie in den Netzen Alex-Nord und Oberpfalzbahn, die von der Länderbahn betrieben werden.




Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten


Zurück