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G20-Gipfel: HVV stellt Verkehrskonzept vor

(Hamburg) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Verkehrsunternehmen im HVV haben sich intensiv auf den G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg vorbereitet und dabei eng mit allen Beteiligten abgestimmt. Das Ergebnis ist ein Verkehrskonzept, das die Mobilität in der Stadt für alle Hamburger auch an den Gipfeltagen sicherstellt. Dazu haben sich die Verkehrsunternehmen auf ein Bündel von Maßnahmen verständigt, das von Donnerstag, 6. Juli, 12 Uhr, bis Samstag, 8. Juli, 20 Uhr, gilt.

In diesem Zeitraum muss im Bereich der Innenstadt mit zeitweisen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Grund dafür sind die notwendigen Straßensperrungen für Schleusungen der Staatsgäste von und zum Flughafen, zu den Hotels und den Veranstaltungsorten. Hinzu kommen angekündigte und bereits angemeldete Demonstrationen. Nach aktuellem Planungsstand werden die U- und S-Bahnen als Rückgrat des ÖPNV in Hamburg regulär fahren.

Lediglich an einzelnen Haltestellen (Messehallen, Sternschanze) können einzelne Zu- und Abgänge zu den Bahnsteigen kurzfristig gesperrt sein. Auf der Linie S1 werden nachts zusätzliche Züge von und zum Flughafen verkehren. Im U-Bahn-Bereich werden zusätzliche Züge eingesetzt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fahren die U-Bahnen länger.

Auch alle Buslinien werden grundsätzlich fahren. Aufgrund der allgemeinen Verkehrssituation insbesondere im Innenstadtbereich kann es zeitweise zu deutlichen Behinderungen kommen. Deshalb gilt für die Fahrgäste, die regulär den Bus nutzen, die Empfehlung, auf U- und S-Bahnen umzusteigen. Um auch an den G20-Gipfel-Tagen im gesamten Hamburger Stadtgebiet einen möglichst stabilen und zuverlässigen Busbetrieb zu gewährleisten, haben sich die Verkehrsunternehmen im HVV auf ein Konzept verständigt.

Ziel ist es, alle Fahrgäste möglichst problemlos an ihr jeweiliges Fahrziel zu bringen. Dazu wird der Umstieg auf die U- und S-Bahnen vereinfacht: Hamburg verfügt in der Innenstadt (Ring 1) über ein sehr engmaschiges Schnellbahnnetz. Deshalb enden die Buslinien, die regulär in die Innenstadt fahren, in der Regel an Schnellbahnhaltestellen am Rande des Ring 1.

Hier besteht für die Fahrgäste die Möglichkeit, schnell und einfach auf U- und S-Bahn umzusteigen. Zusätzlich werden im Innenstadtbereich Shuttle-Busse auf den regulären Buslinien eingesetzt. So können die Busse außerhalb des Ring 1 unabhängig von der jeweiligen Verkehrssituation in der Hamburger Innenstadt fahren und damit hier einen möglichst stabilen und zuverlässigen Betrieb sicherstellen.

Die Verkehrsunternehmen können flexibler auf mögliche kurzfristige Störungen reagieren und entsprechende Beeinträchtigungen auf bestimmte Linien-abschnitte begrenzen. Der Vorteil: temporäre Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt übertragen sich nicht auf die anderen Linienabschnitte. Die in den HVV-Tarif integrierten Fähren werden wie gewohnt fahren. Die einzige Ausnahme ist die Fährlinie 72 zur Elbphilarmonie, die den Betrieb einstellen muss.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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