Mechatroniker (m/w)

 

 

Beschreibung

Wie die Bezeichnung des staatlich anerkannten Ausbildungsberufs bereits vermuten lässt, verfügen Mechatroniker (m/w) über die Kompetenzen von Mechanikern und Elektronikern. Ergänzend kommt Informationstechnik hinzu. Nach der Ausbildung kannst Du selbstständig an mechanischen und elektrischen Anlagen arbeiten. Als Elektro- und Metallfachkraft ist dein Arbeitsalltag größtenteils von der Steuerungstechnik geprägt. Die Montage sowie der Bau von Bauteilen nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Klassische Arbeitsumgebungen sind Werkstätten und Werkhallen in Betrieben des Anlagen- und Maschinenbaus sowie der Fahrzeugproduktion. Je nach Arbeitgeber sind Aufträge im Ausland denkbar.

Egal ob Bahn oder öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV): Ohne Mechatroniker (m/w) käme diese Branche nicht aus. Schließlich müssen mechanische und elektrische Anlagen vollfunktionsfähig sein, um den einwandfreien Bahn- und Schienenverkehr zu gewährleisten. Betriebe, wie die Deutsche Bahn sind auf gut ausgebildete Mechatroniker (m/w) angewiesen. Nach dem Aufbau sowie der einwandfreien Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen übernehmen Mechatroniker (m/w) notwendige Wartungs- und Pflegearbeiten. Beispielsweise sind sie im Schienenfahrzeugbau damit beschäftigt Züge zu bauen, zu warten und instand zu setzen. Kommt es zu Störungen übernehmen sie Fehlersuche und Reparatur.

Typische Tätigkeitsfelder im Überblick:

•    Bau von elektrischen, elektronischen und mechanischen Elementen
•    Montage von Bauteilen zu mechatronischen Systemen
•    Wartung und Reparatur von mechatronischen Systemen
•    Lesen von Konstruktionszeichnungen und Schaltplänen
•    Anlagenprüfung
•    Inbetriebnahme fertiger Anlagen
•    Software-Installation und -Programmierung


Ausbildung / Studium

Wenn Mechatroniker (m/w) dein berufliches Ziel ist, musst Du zunächst mindestens einen erfolgreichen Realschulabschluss vorweisen können. Zwar ist das rechtlich nicht vorgeschrieben, da die meisten Unternehmen den mittleren Schulabschluss voraussetzen, wäre er vorteilhaft. Anschließend absolvierst Du eine duale Ausbildung (3,5 Jahre). Währenddessen wirst Du in einem Betrieb ausgebildet und lernst parallel an einer Berufsschule die Theorie kennen. Alternativ ist eine schulische Ausbildung möglich. Praktische Erfahrungen sammelst Du dabei in Praktika sowie Projekten.

Schwerpunkte der Ausbildung sind Grundlagen der Elektrotechnik, Metallbearbeitung und Installation sowie das Anwenden diverser Montage- und Demontageeinrichtungen. Außerdem steht das Testen von Soft- und Hardwarekomponenten an. Damit Du dich selbst und andere nicht unnötigen Risiken aussetzt, werden elementare Sicherheitsrichtlinien und Sicherheitsvorgaben vermittelt.

Folgende Fähigkeiten sind entscheidend:

•    Du hast ein gutes räumliches und technisches Vorstellungsvermögen
•    Du verfügst über gute Physik-, Computer- und Mathekenntnisse
•    Du bist handwerklich geschickt
•    Du bist sorgfältig, diszipliniert, teamfähig, kommunikationsfähig und zuverlässig
•    Englischkenntnisse

Der erste Teil der Abschlussprüfung erfolgt zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres und erfordert schriftliche Aufgaben, eine praktische Arbeit und ein Fachgespräch. Der zweite Prüfungsteil wird von Industrie- und Handelskammer am Ende der Ausbildungszeit abgenommen und beinhaltet die Lösung einer Arbeitsaufgabe mit anschließendem Fachgespräch und die schriftliche Beantwortung von Fragen zu Funktionsanalyse, Wirtschaftskunde, Sozialkunde und Arbeitsplanung.

Außerdem kannst Du den Beruf in einem Studiengang erlernen und dich für einen der Schwerpunkte entscheiden. Am Ende des Studiums trägst Du den Titel Bachelor of Science beziehungsweise Bachelor of Engineering.


Nach der Ausbildung

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung kannst Du in zahlreichen Betrieben arbeiten und dort deine erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen. Mit Spezialisierung auf den Schienenfahrzeugbau kannst Du unter anderem bei Unternehmen wie der Deutschen Bahn tätig werden. Das Durchschnittsgehalt beträgt monatlich 2.050 Euro brutto, hängt jedoch von mehreren Faktoren wie Unternehmensgröße, Branche, Berufserfahrung und Zulagen ab.

Berufliche Perspektiven

Die Möglichkeiten deine Karriere voranzutreiben, sind vielfältig. Zum einen kannst Du dich zum staatlich geprüften Techniker oder IHK-Industriemeister weiterbilden. Zum anderen besteht die Chance ein Hochschulstudium zu absolvieren, wo Du die Wahl zwischen mehreren Fachrichtungen wie Thermodynamik, technische Mechanik oder Maschinenbau hast.