Wagenmeister (m/w)

 

 

Beschreibung

Als Wagenmeister (m/w)  führst Du vor Zugfahrten technische Untersuchungen an Güter- und/ oder Reisezugwagen (das Laufwerk der Fahrzeuge, Beleuchtung, Klima- und Heizungsanlangen, etc.). Du überprüfst jeden einzelnen Waggon, ob irgendwelche Schäden oder Mängel vorliegen (z.B. sind die Kupplungen fest? Funktionieren die Bremsen? Sind auf den Rädern keine dicken Metallklumpen oder Risse?) und entscheidest über die Betriebssicherheit und Verkehrstauglichkeit der Wagen und der Bremsanlagen.

Du stellst ggf. fest, ob der Wagen sofort zur Reparatur muss und aus dem Zug genommen wird oder die Instandhaltungsmaßnahmen zum einem späteren Zeitpunkt veranlasst werden können. Kleinere Reparaturen führst Du selber durch, wie z.B. eine Schraube ersetzen oder defekte Leuchtmittel tauschen. Bei Güterzugwaggons achtest Du zudem, ob die Ladung gesichert ist. 

 

Ausbildung/ Weiterbildung

Wenn Du Wagenmeister (m/w) werden möchtest, benötigst Du in den meisten Fällen eine berufliche Erstausbildung im gewerblichen oder technischen Bereich, z.B. als Fahrzeugschlosser. Aufbauend auf der Erstausbildung werden die Kenntnisse zum Wagenmeister/in in einer mehrmonatigen Weiterbildung vermittelt.  Einige private Bildungsträger bieten die Weiterbildung schon ab 18 Jahre an, so dass nur ein mittlerer Bildungsabschluss erforderlich ist.

Welche Anforderungen musst Du für diese Aus-/ Weiterbildung erfüllen?

Neben der oben bereits erwähnten Erstausbildung im gewerblichen oder technischen Bereich, erwarten die meisten Unternehmen von Dir, dass Du eine hohe Technikaffinität hast (Du musst z.B. kleinere Reparaturen durchführen) und dich für Eisenbahn interessierst. Die Tätigkeit als Wagenmeister (m/w) erfordert die Bereitschaft zu Schichtdiensten und zum Außeneinsatz bei jedem Wetter und hat oft unregelmäßige Arbeitszeiten.Des Weiteren musst Du dich einer medizinischen Tauglichkeitsuntersuchung unterziehen, die deine physische Tauglichkeit feststellt.

Als Wagenmeister (m/w) musst Du folgende Kontrollen durchführen, daher wichtig:

  • Augenscheinliche Kontrolle -  Sichtkontrolle z.B. ob an den Rädern keine dicken Metallklumpen sitzen, in diesem Fall ist der Wagen "überbremst" und muss aus dem Zug genommen werden.
  • Akustische Kontrolle – Hören und Erkennen z.B. bei Klangproben an den Rädern mit dem Klanghammer, um festzustellen, ob das Rad keine Risse hat.
  • Kontrolle mit den Händen – Tasten von Schäden und Fingerfertigkeit für das Reparieren
  • Geruchskontrolle – Riechen von Schäden, z.B. verbrannter Gummi oder Gefahrgutaustritt

Während der Umschulung/ Weiterbildung wirst Du in Fahrzeug-, Belade- und Untersuchungstechnik unterrichtet. Hier lernst Du, wie man Bremsproben durchführt, Wagen prüft und mit den beschädigten Gütern umgeht. Die Gefahrgutverordnung sowie weitere rechtlichen Vorschriften stehen ebenfalls im  Unterrichtsprogramm.

Ausbildungsinhalte unterscheiden sich je nach Fachbereich (Personenverkehr – Wagenmeister/in P, Güterverkehr – Wagenmeister/in G und kombinierter Verkehr) und werden intern durch das Eisenbahnunternehmen geregelt.

 

Nach der erfolgreichen Ausbildung/ Weiterbildung

Wo kannst Du nach der Weiterbildung arbeiten?

Du kannst nach der erfolgreich abgeschlossenen Umschulung/ Weiterbildung  als Wagenmeister (m/w)  in einem Eisenbahnverkehrsunternehmen, sowohl im Personen- als im Güterverkehr arbeiten, in einem Frachtumschlagsbetrieb oder bei Speditionen.

Allerdings musst Du stets Fortbildungen machen, z.B. als Wagenmeister (m/w) im Güterverkehr (G) brauchst Du für fast jede Frachtart Zusatzqualifikationen.