Ausbaukonferenz zur S-Bahn Köln

 

(NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der S-Bahn-Ausbau im Knoten Köln ist Modellprojekt im Bündnis für Mobilität NRW und soll neue Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung bei Projekten im Schienenpersonenverkehr erproben. Den Auftakt dafür bildete letzte Woche eine Akteurskonferenz im Köln. Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU), Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Nahverkehr Rheinland (NVR), und der Konzernbevollmächtige der Deutschen Bahn für NRW, Werner Lübberink, stellten den aktuellen Planungsstand und die Eckpunkte im begleitenden Beteiligungsprozess vor.

„Der Großraum Köln braucht ein leistungsfähiges S-Bahn-System – so, wie es München oder Berlin schon seit Jahrzehnten haben“, betonte Minister Wüst die Notwendigkeit des Bauvorhabens. Neben dem Rhein-Ruhr-Express (RRX) und der Fortführung der Betuwe-Linie gehört der S-Bahn-Ausbau Köln zu den wichtigsten Schienenprojekten in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist ein leistungsstarkes S-Bahn-Netz, das die Region mit der wachsenden Stadt Köln nachhaltig verknüpfen soll.

Der erste Schritt ist der Ausbau der S-Bahn-Stammstrecke zwischen den Stationen Köln Messe/Deutz und Köln Hauptbahnhof. Die Linie S 11 wird erweitert, um nach ihrem Ausbau in den Hauptverkehrszeiten einen 10-Minuten-Takt zwischen Köln-Worringen und Bergisch Gladbach zu ermöglichen. Derzeit werden die planerischen Grundlagen ermittelt und Planungsvarianten geprüft.

Zudem haben das Verkehrsministerium NRW, die Deutsche Bahn und der Nahverkehr Rheinland (NVR) im Juli dieses Jahres eine Planungsvereinbarung für den Ausbau der Regionalbahn RB 38 (Erftbahn) zu einer S-Bahn unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht Planungskosten für die ersten beiden Leistungsphasen in Höhe von rund vier Millionen Euro vor.

„Eine leistungsfähige Infrastruktur und intelligente Mobilitätsangebote sind und bleiben entscheidende Voraussetzungen für Beschäftigung, Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum. Mit dem Ausbau der S 11 und der RB 38 kommen wir endlich einen deutlichen Schritt weiter in unseren gemeinsamen Bemühungen, der Millionenstadt Köln und ihrem Umland die langersehnten und spürbaren Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr auf der Schiene zu bringen“, erklärte Minister Wüst.

„Der Kölner Knoten ist eine bundes- und europaweite Drehscheibe“, ergänzte Norbert Reinkober, Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland. „Allerdings ist er auch einer der großen Engpässe im nationalen und internationalen Eisenbahnverkehr für den Personen- und Güterverkehr. Mit dem Ausbau der S 11 und der Erftbahn werden wir die Qualität des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) für unsere Fahrgäste deutlich verbessern.“

Um das Projekt effizient und erfolgreich umsetzen zu können, ist die frühzeitige und kontinuierliche Beteiligung sowohl der Bürger als auch der Vertreter unterschiedlichster Interessengruppen von zentraler Bedeutung. Es wird daher eine umfassende Öffentlichkeitskommunikation geben.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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