Bahnübergänge werden sicherer

 

(Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Bahnübergangsunfälle sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen und mit einer Zahl von 140 auf niedrigstem Niveau. Gleiches gilt für die Zahl der Kreuzungen von Schiene und Straße, die mit 16.871 Anlagen unter Verwaltung der DB Netz AG ebenfalls einen historisch niedrigen Wert erreicht hat. Um die Straßenverkehrsteilnehmer weiter über das richtige Verhalten am Bahnübergang zu informieren, startet die erfolgreiche Präventionskampagne „sicher drüber“ nach umfassendem Relaunch im 15. Jahr ihres Bestehens neu durch.

„Die gute Botschaft ist: die Bahnübergangsunfälle sind deutlich gesunken. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden“, betont Roland Bosch, Vorstand Produktion der DB Netz AG. „Mehr als 90 Prozent der Kollisionen am Bahnübergang hätten durch das richtige Verhalten der Straßenverkehrsteilnehmer vermieden werden können. Wo sich Straße und Schiene kreuzen, gelten klare Regeln. Darüber aufzuklären, haben wir uns bei ‚sicher drüber‘ auf die Fahnen geschrieben, denn jeder Unfall ist einer zu viel. Neben der Aufklärung arbeiten wir weiter daran, mit den Kreuzungspartnern die Zahl der Bahnübergänge zu reduzieren. Zudem setzen wir auf die Entwicklung und Erprobung technischer Innovationen.“

„Gefahr erkannt – Gefahr gebannt! Nur wer aufmerksam ist und freie Sicht auf den Bahnverkehr hat, ist vor Unfällen geschützt“, so Matthias Feltz, Erster Vizepräsident des ADAC und Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen. „Daher müssen Verkehrszeichen, technische Einrichtungen und Sichtfelder regelmäßig geprüft und Fahrer für die Risiken sensibilisiert werden.“

„Die Bundespolizei ist seit 2015 Partner der Kampagne ‚sicher drüber‘“, erläutert Michael Schuol, Ständiger Vertreter der Bundespolizeidirektion Koblenz. „Fortan wurden durch die Bundespolizei in ganz Deutschland zahlreiche Präventionsveranstaltungen zu diesem Thema durchgeführt. Der Schwerpunkt ist hierbei zum einen die Präventionsarbeit an Schulen und Berufsschulen durch Unterrichte und Projekte wie ‚Sicheres Verhalten an Bahnübergängen‘ oder die Aktion ‚Junge Fahrer‘.“

Schuol: „Zum anderen wird die Präventionsarbeit an Informationsständen bei deutschlandweiten Veranstaltungen wie Verkehrssicherheitstagen, Automessen, Blaulichttagen oder wie zuletzt beim großen Bürgerfest anlässlich des Tags der Deutschen Einheit in Mainz forciert. Eine engagierte und neu abgestimmte Fortführung der Präventionsarbeit ist auch in Zukunft unabdingbar, um die Aufmerksamkeit und Sachkunde bei jedem einzelnen Straßenverkehrsteilnehmer zu erlangen und dadurch tragische Unfälle zu verhüten!“

„In erster Linie können Unfälle an Bahnübergängen vermieden werden, wenn mehr Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung geleistet wird“, betont Veit Salzmann, Vizepräsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen und Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn. „Oft werden die Gefahren von Verkehrsteilnehmern unterschätzt oder die Verkehrsregeln missachtet.“



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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