Baubeginn zum ESTW Linker Rhein

 

(NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Um den Kölner Hauptbahnhof – mit schon jetzt mehr als 1.300 Zugfahrten täglich – für den wachsenden Zugverkehr fit zu machen, wird ein neues ESTW in zwei Baustufen errichtet. Bis Ende 2021 wird der S-Bahnverkehr auf die neue Technik umgestellt. Bis Ende 2024 folgt dann der Regional- und Fernverkehr. Durch das neue ESTW wird gemeinsam mit dem geplanten Ausbau der S 11 die Kapazität im Kölner Hbf gesteigert, da die Folgeabstände der Züge verringert werden können.

Es ist Grundlage für die weitere Digitalisierung der Schiene in Deutschland. Außerdem wird die Störanfälligkeit der Signaltechnik verringert und es besteht eine höhere Flexibilität bei Gleissperrungen beispielsweise bei Baustellen. Auch die Instandhaltung wird durch die neue Technik vereinfacht. Hierfür müssen rund 150 Kilometer Kabel verlegt und 200 neue Signale, 10 neue Signalausleger bzw. Signalbrücken aufgestellt und fünf Weichen eingebaut werden.

In der Maybachstraße (nähe Köln-Hansaring) entsteht ein Zentralstellwerk mit verschiedenen Bedienplätzen für mehrere Mitarbeiter (Fahrdienstleiter), die zukünftig den Zugbetrieb für den Knoten Köln von dort aus steuern werden. Von hier aus wird auch das neue „ESTW Linker Rhein“ gesteuert, was ebenfalls bis 2025 den Betrieb aufnehmen soll. Eine besondere Herausforderung dieser komplexen Maßnahme ist der Bau im laufenden Bahnbetrieb. Die Arbeiten finden größtenteils nachts und am Wochenende statt.




Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten


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