GDL und DB AG leiten Schlichtung ein

 

(Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Zur Bewältigung der Milliarden-Schäden aus der Corona-Krise hat die Deutsche Bahn letzte Woche ein Schlichtungsverfahren mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eingeleitet. Zuvor hatte es die GDL abgelehnt, mit der DB AG in Verhandlungen über tarifvertragliche Regelungen zu treten. Vor dem Hintergrund dieser ablehnenden Haltung kann die DB AG laut geltendem Tarifvertrag ein Schlichtungsverfahren einleiten. Im Sinne der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens und der sozialen Sicherheit für alle Mitarbeiter gebe es jedoch keine Alternative. Martin Seiler, DB-Vorstand für Personal und Recht: „Angesichts der größten Krise in der Unternehmensgeschichte ist es notwendig, dass wir auch mit der GDL ein Tarifpaket schließen und eine ökonomisch verantwortungsvolle, nachhaltige und sozial ausgewogene Lösung finden. Damit schaffen wir Planungssicherheit, erhalten Arbeitsplätze und sichern unsere Unternehmensstrategie der Starken Schiene.“

Im September hatte sich die DB AG bereits mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG auf ein solidarisches Tarifpaket geeinigt. Dieses sieht Lohnsteigerungen, einen verbesserten Kündigungsschutz sowie die Verlängerung von Regelungen für Kinderbetreuung und Pflege in Corona-Zeiten vor. Angesichts der beträchtlichen ökonomischen Schäden ist eine zeitnahe Einigung mit der Gewerkschaft GDL nach Ansicht der DB AG dringend geboten.




Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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