KVB gewinnt EBUS-Award

 

(NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben mit ihren E-Bus-Aktivitäten zweimal den EBUS-Award 2019 des „Forum für Verkehr und Logistik“ gewonnen. Mit dieser höchsten Auszeichnung für die E-Mobilität im ÖPNV zeichnen der Branchenverband VDV und die DEVK Versicherungen, die das Forum als Gemeinschaftsinitiative gegründet haben, Unternehmen und Persönlichkeiten aus, die sich beispielhaft für die Einführung der Batteriebusse verdient gemacht haben.

Mit dem am Montagabend in Berlin verliehenen EBUS Award wird die „Eisbrecher-Funktion“ gewürdigt. Die erste Auszeichnung wurde der KVB zuteil, weil sich das Unternehmen seit Dezember 2016 mit dem Einsatz von E-Bussen auf der Linie 133 verdient gemacht hat. Seit der Umstellung dieser Innenstadtlinie von Dieselbussen auf E-Busse mit Ökostrom der Rhein-Energie wird hier diese neue Form der Mobilität im ÖPNV täglich praktiziert.

Insgesamt acht Batteriebusse sind im täglichen Einsatz und vermeiden zwischen Breslauer Platz und Zollstock den Ausstoß von 520 Tonnen Kohlendioxid (CO2) jährlich. Die Fahrgäste können somit Klimaschutz praktizieren und zur Luftreinhaltung beitragen. Die positiven Erfahrungen der KVB haben weitere Verkehrsunternehmen motiviert, in die E-Mobilität einzusteigen. Mit der zweiten Auszeichnung wurde Jörn Schwarze, Vorstand für Technik der KVB, mit einem EBUS Award als „Persönlichkeit E-Mobilität im ÖPNV“ ausgezeichnet.

Schwarze hat, so die Bewertung der Juroren, den Mut bewiesen, eine bestehende Großstadtlinie auf Batteriebusse umzustellen und hierbei auf eine Rückfallebene zu verzichten. Der KVB-Vorstand beschäftigt sich seit 2011 konkret mit der E-Mobilität. Im Ergebnis wurden alle relevanten Bereiche des Unternehmens von der Werkstatt über den Fahrdienst bis hin zur Betriebssteuerung konkret einbezogen.

Wesentliches Merkmal hierbei ist die detaillierte Befassung mit den Details eines solchen Projektes. Des Weiteren wurde VDL Bus & Coach, der niederländische Generalunternehmer für die Herstellung der ersten E-Busse der KVB, mit einem EBUS Award ausgezeichnet. VDL hat mit den ersten acht E-Bussen der KVB die sogenannte „Nullserie“ hergestellt.

Inzwischen hat VDL nachfolgende größere Serien in verschiedene europäische Städte und Regionen, unter anderem Eindhoven in den Niederlanden, ausgeliefert. Hiermit hat das Unternehmen praktische Produktionserfahrungen sowie Erfahrungen in der Verfügbarkeit und Energieeffizienz bewiesen. Zudem wurde das Unternehmen Heliox für die Herstellung und den Aufbau von Ladeinfrastruktur, unter anderem für die Kölner E-Bus-Aktivitäten, mit einem EBUS Award ausgezeichnet.

Das niederländische Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit der Rhein-Energie die Ladestationen und Lademasten am Breslauer Platz und am Zollstocker Südfriedhof aufgebaut. Hierzu zählt auch die Software für dieses Subsystem der E-Bus-Aktivität. Neben der Fahrzeugtechnik ist die Ladeinfrastruktur ein wesentlicher Bereich der E-Mobilität.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
58453 Witten

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