LBO-Versammlung in Oberbayern

(Bayern, Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Busunternehmen aus ganz Oberbayern trafen sich letzte Woche zur Regionalversammlung des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) in München. Auf Einladung des Bezirksvorsitzenden, dem Garchinger Busunternehmer Leonhard Neumayr, wurden die verkehrspolitischen Herausforderungen im Linien- und Reiseverkehr für die Branche diskutiert und der Handlungsbedarf für die künftige verbandspolitische Arbeit mit der neuen Bundesregierung besprochen.

Weder im ÖPNV und noch weniger im Reise- und Ausflugsverkehr sind die Corona-Folgen bewältigt. Die bayerischen Busunternehmen stehen angesichts von Fahrgastverlusten zwischen vierzig und fünfzig Prozent noch immer unter Druck. Hinzu kommen aktuell enorme Kostensteigerungen beim Einkauf von Diesel und Reifen sowie der wieder spürbar anziehende Fahrermangel. „Corona hat den Fachkräftemangel nur zeitweise in den Hintergrund gedrängt. Das seit vielen Jahren bekannte Problem holt uns jetzt mit voller Wucht wieder ein“, mahnte LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

„Insbesondere die finanziellen und administrativen Hürden zum Erwerb eines Busführerscheins sind heutzutage in Deutschland viel zu hoch“ ergänzte Leonhard Neumayr. Während im Nachbarland Österreich für rund 5.000 Euro ein Busführerschein erworben werden kann, muss man hierzulande mit dem Doppelten rechnen. Hier fordern die Unternehmen finanzielle Hilfe von der Politik.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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