Mobility inside erreicht Meilensteine

 

(Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Die digitale Mobilitätsplattform „Mobility inside“ erreicht in diesem Herbst gleich mehrere Meilensteine: Mit mehr als 1.800 aktiven Testerinnen und Testern ist die Pilot-App von Mobility inside erfolgreich in den Feldversuch gestartet. Zudem steht die Gründung der gemeinsamen Betreibergesellschaft kurz bevor und der Bund hat für die weitere technische Umsetzung eine Förderung von mehr als zehn Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Dies verkündeten Vertreter der zehn Initiatoren im Rahmen der Hypermotion in Frankfurt am Main. „Mit Mobility inside werden unsere Kundinnen und Kunden in einer App Fahrkarten von Start bis Ziel kaufen können, egal, ob sie Nahverkehr, ICE oder Carsharing nutzen“, so Knut Ringat, der sich als Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) und Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) für die gemeinsame App stark macht.

Ringatt: „Mit dem Test, der Gründung der Gesellschaft und der in Aussicht gestellten Bundesförderung machen wir gleich mehrere riesige Schritte voran. Ein großes Dankeschön geht daher an unsere Mit-Initiatoren und an die Deutsche Bahn und die Mobimeo GmbH, die die Umsetzung des Tests maßgeblich mit vorangetrieben haben. Besonders zu erwähnen sind auch die Stadtwerke München, die mit ihrem multimodalen Router einen zentralen Baustein zur Verfügung gestellt haben.“

„Wir freuen uns, dass unsere Testnutzerinnen und -nutzer so aktiv auf die App zugreifen und sie regionsübergreifend nutzen“, so Ulf Middelberg, Geschäftsführer der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und Mitglied im VDV-Präsidium, der gemeinsam mit Knut Ringat stellvertretend für alle Projektpartner die App auf der Hypermotion präsentierte.

Middelberg: „Mehr als 17.500 Mal wurde die App bereits zur übergreifenden Auskunft aufgerufen und wir bekommen viele positive Rückmeldungen zum Aufbau. In den kommenden Wochen werden wir mit einer umfangreichen Befragung noch genauere Daten erheben und mit dem Feedback unserer Tester die App weiter optimieren.“

Im Test vernetzt Mobility inside bereits die Regionen Rhein-Main, München, Ulm, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim/Ludwigshafen, Ruhrgebiet und Leipzig sowie den DB-Fernverkehr. Besucher der Hypermotion könnten so beispielsweise von München Kieferngarten mit der U-Bahn zum Münchner Hauptbahnhof fahren, von dort mit dem ICE nach Frankfurt Hauptbahnhof und mit der U-Bahn weiter zum Messegelände – und alle Fahrkarten in einer App kaufen.

Mobility inside stoppt aber nicht bei Bus und Bahn: Zudem umfasst die App auch Car- und Bikesharing. Um die digitale Plattform Mobility inside optimal weiterentwickeln zu können und auf die komplette Mobilitätsbranche auszuweiten, ist der nächste Schritt die Gründung einer rechtlich eigenständigen Betreibergesellschaft. Hierzu unterzeichneten die zehn Gründungs-Initiatoren bereits im Sommer eine entsprechende Charta. Die offizielle Gesellschaftsgründung wird noch Mitte Dezember erfolgen.




Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten

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