Münster testet alternative Bustraktion

Autor: Stefan Hennigfeld

Ende April haben die Stadtwerke Münster für eine Woche einen Elektrobus getestet. Dieser hatte ein besonders hohes Dach, in welchem sich der Wasserstofftank befindet, aus dem in zwei Brennstoffzellen der Fahrstrom erzeugt wird. So kann er den ganzen Tag unterwegs sein, ohne nachzutanken. Bei den Tests haben die Stadtwerke zusammen mit der Westfalen AG nun erstmals erfolgreich einen Linienbus an der öffentlichen Wasserstofftankstelle von Westfalen an der A1 bei Amelsbüren betankt.

Zudem ist der Bus auch auf Probefahrten im ganzen Stadtgebiet zum Einsatz gekommen, unter anderem um Erfahrungen mit den Linienwegen, der Durchfahrt unter Münsters Brücken und an Haltestellen, aber auch in der Werkstatt zu sammeln. Die ersten Ergebnisse sind auch dabei positiv, die Reichweite liegt bei über 350 Kilometern. Den Bus konnten die Stadtwerke vom niederländischen Verkehrsunternehmen Syntus aus Apeldoorn ausleihen. Die Tests werden nun ausgewertet und die Erfahrungen für die geplante Beschaffung von zwei Elektrobussen mit Wasserstofftank und Brennstoffzelle genutzt.

Bereits seit 2015 setzen die Stadtwerke Elektrobusse auf der Linie 14 ein, die inzwischen über hunderttausend Kilometer im Fahrgastbetrieb zurückgelegt haben. Anders als Busse mit Wasserstofftank laden diese an den Endhaltestellen an Schnellladstationen Strom in ihre Batterien, die Reichweite liegt hier bei rund fünfzig Kilometern.

 

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a

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