Neufahrzeuge auf der rechten Rheinstrecke

 

(NVR, Rheinland-Pfalz, VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Seit dieser Woche kommen auf der Linie RE 8 die ersten Neufahrzeuge vom Typ Coradia Continental (ET 1440) im Probebetrieb zum Fahrgast-einsatz. Insgesamt 16 dieser modernen Elektrotriebwagen lösen zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 die derzeit auf der Linie zwischen Mönchengladbach, Köln und Koblenz verkehrenden Bestandsfahrzeuge von DB Regio ab.

Bis dahin werden zunächst zwei ET 1440 zu Schulungszwecken auf einzelnen Fahrten des RE 8 im regulären Fahrgastbetrieb auf dem Abschnitt Köln – Mönchengladbach – Kaldenkirchen eingesetzt. Nicht nur die Triebfahrzeugführer, auch die Reisenden des „Rhein-Erft-Express“ können sich somit bereits jetzt von den Vorzügen der spurtstarken und komfortablen Neufahrzeuge überzeugen.

Diese punkten mit großzügigen Einstiegsbereichen, einer benutzerfreundlichen Innengestaltung mit LED-Beleuchtung sowie einem stufenlosen Durchgang zwischen der ersten und letzten Tür. Mobilfunk-Repeater, Steckdosen am Platz, behindertengerechte Toiletten und klappbare Tischflächen runden das komfortable Gesamtbild der neuen ET 1440 ab.

Die in zwei Varianten zum Einsatz kommenden Züge haben als Dreiteiler Raum für 154 Sitze, als Fünfteiler für 264 Plätze. Barrierefreie Mehrzweckbereiche bieten zudem variable Nutzungsmöglichkeiten für bis zu zwölf Fahrräder sowie zwei Rollstuhlplätze pro Triebzug. Insgesamt fast 170 Millionen Euro investierte der Betreiber DB Regio NRW in die zehn dreiteilige und 16 fünfteilige Fahrzeuge umfassende ET 1440-Flotte.

Neben den Fahrgästen des RE 8 profitieren ab Ende 2020 auch Reisende der RB 33 (Aachen – Lindern – Heinsberg/Duisburg – Essen) vom Komfort der neuen Züge. Der neue, im Jahr 2016 ausgeschriebene Verkehrsvertrag tritt Ende 2019 in Kraft und umfasst eine Laufzeit von 15 Jahren bis Ende 2034. Das Leistungsvolumen liegt bei jährlich rund 1,9 Millionen Zugkilometern.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten

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