NRW: Investitionen für die Sicherheit

 

(Nordrhein-Westfalen) Autor:Stefan Hennigfeld

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt bis 2024 zehn Millionen Euro zur Verfügung, um Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen mit Videotechnologie auszustatten. Das gab Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) letzte Woche auf dem Sicherheitskongress des Verkehrsministeriums und der Kompetenzcenter Sicherheit (KCS) und Marketing (KCM) bekannt. Bis 2024 soll jeder dritte Bahnhof in Nordrhein-Westfalen durch Videotechnik sicherer werden.

Weitere Punkte des heute in Düsseldorf vorgestellten gemeinsamen Handlungskonzepts für mehr Sicherheit im ÖPNV sind die Einführung der landesweiten Sicherheitsdatenbank und der Einsatz von zusätzlichem Personal. „Wir möchten, dass sich die Menschen wohl fühlen, wenn sie in den Zügen oder an den Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen unterwegs sind“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Wüst: „Nur dann nutzen sie öffentliche Verkehrsmittel. Wenn Bahnen und Bahnhöfe zu guten Orten werden, macht das den ÖPNV wieder ein Stück attraktiver und hilft dabei, das Angebot zu verbessern. Nur so kann Deutschland wieder Bahnland werden. Dazu arbeiten wir gerne mit allen Akteuren für die Sicherheit im nordrhein-westfälischen Nahverkehr zusammen.“

Ein wesentlicher Aspekt des Maßnahmenkatalogs ist der Ausbau der Videotechnik. Das Land stellt dazu insgesamt zehn Millionen Euro für moderne Videotechnik an Bahnhöfen bereit. Ziel ist die Verbesserung der subjektiven und objektiven Sicherheit. „Eine effektive Videoüberwachung an den Bahnhöfen und in den Zügen erhöht die Hemmschwelle für Gewalttaten und sorgt zudem auch dafür, dass weniger Vandalismus und Graffitis zu beklagen sind“, erklärt José Luis Castrillo, Vorstand des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr.

„Wir freuen uns über die Aufrüstung der Stationen. Sicherheit darf nicht punktuell gedacht, sondern muss flächendeckend gewährleistet werden“, betonte Joachim Künzel, Geschäftsführer des Nahverkehrs Westfalen-Lippe. Die Einführung der Sicherheitsdatenbank NRW im November 2019 trägt dazu bei, die Sicherheitslage im Land weiter zu erhöhen. Die Datenbank ermöglicht es erstmals, einen umfassenden Überblick über die Sicherheitslage zu erlangen.

Ein weiteres Thema des Kongresses war der Einsatz von Sicherheitspersonal, wie die Verfügungsdienste Sicherheit im VRR-Raum, die im SPNV zusätzlich zum regulären Begleitpersonal eingesetzt werden. Das vom Verkehrsministerium geförderte Projekt wird von den Fahrgästen sehr positiv bewertet: 85 Prozent der befragten Fahrgäste gaben an, sich bei der Anwesenheit von Sicherheitskräften sicher oder sehr sicher zu fühlen.

„Diese Sicherheitskräfte tragen dazu bei, Konflikten vorzubeugen und das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu verbessern. Potenzielle Täter werden durch die deutlich sichtbare Präsenz und das konsequente Durchsetzen des Hausrechts abgeschreckt. Ich werde mich dafür einsetzen, dass dieses Begleitpersonal auch in Zukunft in unseren Bahnen unterwegs ist“, versprach VRR-Vorstand Ronald Lünser.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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