NVV: Neues Jahr, neue Preise

 

(Hessen) Autor:Stefan Hennigfeld

Zum neuen Jahr stiegen die Fahrpreise im Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) um durchschnittlich 1,5 Prozent. Ausgenommen sind alle Einzelfahrkarten in allen Preisstufen und die Multitickets für die Stadt Kassel, die auf dem Niveau von 2018 konstant bleiben. Damit bleibt die Veränderung deutlich unter dem allgemeinen Preisindex, der derzeit bei 2,2 Prozent liegt. Der NVV folgt auch dem immer öfter zu beobachtendem Trend, wonach die Preise für Gelegenheitsfahrer stabil bleiben.

Darüber hinaus wird der NVV in den nächsten Jahren sein gesamtes Fahrpreistableau auf den Prüfstand stellen und grundlegend reformieren. Es soll nach mehr als zwanzig Jahren an die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen angepasst werden. Darüber hinaus startete am 1. Januar ein Modellversuch mit dem Landkreis Kassel. Dieser reduziert für Fahrten zwischen Kassel und bestimmten im Norden liegenden Gemeinden die Preise.

Zukünftig zahlen Fahrgäste aus Oberweser, Wahlsburg, Breuna, Liebenau, Trendelburg und Bad Karlshafen bis Kassel nur Preisstufe 5 und nicht wie bisher Preisstufe 6 oder 8. Ziel ist es, trotz der zum Teil langen Reisezeiten mit Bus und Bahn Fahrgäste durch günstigere Preise für den öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen. Wenn man dann Ergebnisse dieses Modellversuches hat, ist es an der Zeit, neue Finanzierungswege bei verbilligtem Angebot und der damit einhergehenden höheren Nachfrage auf die Beine zu stellen.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
58453 Witten



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