Ruhrbahn GmbH publiziert Jahresabschluss

 

(VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Ruhrbahn GmbH hat ihr zweites Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Als größtes Verkehrsunternehmen im Ruhrgebiet sorgte die Ruhrbahn 2018 für die Mobilität von rund 140 Millionen Fahrgästen. Die daraus resultierenden Verkehrserträge stiegen gegenüber dem Vorjahr auf 138,0 Millionen Euro an (2017: 136,5 Millionen Euro). Das Unternehmensergebnis lag 2018 bei einem kommunalen Deckungsbeitrag von 53,3 Millionen Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um rund 8,5 Millionen Euro verbessert.

Gründe hierfür sind die höher als geplant ausgefallene RWE-Dividende sowie der durch die Ruhrbahn eingeschlagene Konsolidierungskurs. Der notwendige Verlustausgleich der Ruhrbahn Mülheim lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 mit 32,8 Millionen Euro ebenfalls rund eine Million Euro niedriger und damit besser als geplant. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen noch stärker in die Modernisierung ihrer Anlagen und Fahrzeuge investiert.

„Von den getätigten Investitionen in leistungsfähige Werkstätten und Betriebshöfe sowie barrierefreie und moderne Bahnhöfe werden die Fahrgäste in den kommenden Jahren profitieren“, erklärt Uwe Bonan, Geschäftsführer im Ressort Finanzen, Einkauf und Betrieb. Das Investitionsvolumen betrug im Jahr 2018 56,9 Millionen Euro (2017: 39,6 Millionen Euro), davon wurde ein Anteil in Höhe von 4,7 Millionen Euro durch Zuschüsse finanziert.

Ein Investitionsschwerpunkt dabei war die Bestellung von 26 Niederflurstraßenbahnen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 77 Millionen Euro. Mit der Auslieferung der Fahrzeuge werden dann 2022/23 die letzten in Essen verbliebenen Hochflur-Straßenbahnen für den Linienbetrieb ausgemustert, so dass der Straßenbahnbetrieb der Ruhrbahn ab diesem Zeitpunkt vollständig barrierefrei ist.

2018 hat die Ruhrbahn zudem in die Verbesserung der Kundeninformation investiert. „Mit Hilfe der Ruhrbahn-App ZÄPP ist es uns gelungen, die informatorischen und vertrieblichen Barrieren zu reduzieren. Darüber hinaus profitieren unsere Fahrgäste von der 2018 eingeführten Echtzeitauskunft sowie dem Abfahrtscountdown an unseren Bussen und Bahnen“, beschreibt Michael Feller, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor im Ressort Personal, Markt & Technik.

Darüber hinaus hat die Ruhrbahn 2018 87 Busse mit Euro VI Standard ausgeschrieben. Hierdurch können nach Auslieferung in den Jahren 2019 und 2020 weitere ältere Fahrzeuge ausgemustert werden. Aber auch die vorhandenen Dieselbusse mit der Abgasnorm EEV werden im Rahmen eines Bundesförderprogrammes umweltfreundlich modernisiert und auf Euro VI Standard umgerüstet.

„Die Motoren der neuen Busse werden den derzeit höchsten Umweltstandard für Dieselfahrzeuge in Europa erfüllen. Die Ruhrbahn leistet so einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und Verminderung der Feinstaubbelastung im Ruhrgebiet“, so Bonan. Der Fernziel lautet, im Jahr 2030 vollständig aus der Dieseltraktion ausgestiegen zu sein.



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten

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