RVR und VRR starten Kooperationsplan

 

(VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Regionalverband Ruhr (RVR) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gehen eine neue Partnerschaft für eine zukunftsfähige Mobilität in der Metropole Ruhr ein. Mit dieser Kooperation sollen die vielen Ansätze einer veränderten Mobilität wie digitales Ticketing, Tarifvereinfachungen oder Bike-Sharing noch stärker zusammengeführt und in konkreten Projekten umgesetzt werden.

Diese Projekte werden dann im weiteren Verlauf einzeln geplant, sodass die aktuelle Vertragsunterzeichnung hier ´nur´ eine Absichtserklärung ist, die es in den kommenden Jahren gemeinsam mit Leben zu füllen gilt. „Ein Schlüssel zu Klima- und Gesundheitsschutz sowie zu einer Erhöhung der Lebensqualität an Rhein und Ruhr liegt in einer neuen Ausrichtung der Mobilität“, betonten RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Ronald Lünser, Vorstandsprecher des VRR, bei der Unterzeichnung des neuen Grundsatzvertrages in Gelsenkirchen.

VRR-Vorstandssprecher Ronald Lünser: „Gerade in den Bereichen der Verkehrswende, der digitalen Vernetzung und der Multimodalität sichert Zusammenarbeit die besten Konzepte für eine nachhaltige und erfolgreiche Mobilität der Zukunft. Dieser Kooperation ist ein wichtiges Signal, dass wir die Mobilität von morgen nur gemeinsam und im Schulterschluss entwickeln können.“

RVR und VRR setzen sich das Ziel, die Aufgaben zur zukunftsfähigen Gestaltung der Mobilität in der Metropole Ruhr künftig intensiver abzustimmen und wahrzunehmen. So können insbesondere bei der Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2024, der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 und im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2032 gemeinsame verkehrsträgerübergreifende Konzepte und Projekte vorangebracht werden. Sollten sich diese in zwölf Jahren ins Ruhrgebiet holen lassen, werden sich die Erfahrungen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach dann 24 Jahren nur noch bedingt nutzen lassen – längst sind solche Veranstaltungen deutlich größer geworden.

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: „Mit dem regionalen Mobilitätsentwicklungskonzept hat der RVR eine breite Diskussion angestoßen, wie vernetzte Mobilität mit Bus und Bahn, Auto- und Fahrradverkehr in der Metropole Ruhr weiterentwickelt werden kann. Die Ergebnisse und Rückmeldungen aus den Kommunen zum Mobilitätskonzept werden wir in die neue Zusammenarbeit einbringen.“

Der Grundsatzvertrag sieht unter anderem vor: Gemeinsame Analysen zu Ausgangslage und Handlungsbedarfen im Ruhrgebiet, Förderung der Digitalisierung, gemeinsame Stellungnahmen gegenüber Bund und Land NRW, Leadpartnerschaft der Kooperationspartner bei der Mobilitätskonferenz Ruhr und Weiterentwicklung des Fahrradverleihsystems Metropolradruhr. Ein gemeinsamer Lenkungskreis mit den Spitzen der Verwaltungen von RVR und VRR wird künftig die Arbeit der themenbezogenen Facharbeitsgruppen koordinieren und gemeinsame Konzepte und konkrete Projekte initiieren.




Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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