SH: OVN kritisiert Landesregierung

 

(Schleswig-Holstein) Autor:Stefan Hennigfeld

Das private Omnibusgewerbe in Schleswig-Holstein leidet derzeit unter den Folgen der des Corona-Virus: Der Anmiet- und Busreiseverkehr ist komplett auf null zusammengebrochen, auch Neubuchungen bleiben aus. Das Land hat den Schulen per Erlass untersagt, Klassenfahrten nicht nur bis Schuljahresende, sondern sogar bis Jahresende durchzuführen.

Diese Entscheidung hat existenzbedrohende Auswirkungen auf den Mietbusverkehr im Land, viele Busunternehmen stehen unmittelbar vor dem Aus. „Während die meisten anderen Bundesländer längst Zusagen an die Schulen für die Übernahme der mit den Busunternehmen vereinbarten Stornokosten gemacht haben, lässt unser Bildungsministerium die Schulen im Land regelrecht im Stich“, so der OVN-Vorsitzende Klaus Schmidt.

Schmidt: „Die Busunternehmen, die aktuell einem Berufsausübungsverbot unterliegen und keinerlei Einnahmen generieren, sind aber wirtschaftlich regelrecht gezwungen, den Schulen die vertraglich vereinbarten Stornokosten in Rechnung zu stellen, weil sie sich nur noch mit Stornokosten überhaupt am Leben halten. Unsere laufenden Kosten durch Fahrzeuge, Werkstätten, Mieten, Reisevorausleistungen, Katalogerstellungen und natürlich Personal, das häufig wegen der Abarbeitung von Stornierungen gar nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann, sind derart hoch, dass es sich kein Unternehmen leisten kann, auf Stornokosten gegenüber den Schulen zu verzichten.“



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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