Taunusbahn: Planfeststellung startet

 

(Hessen) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Elektrifizierung der Taunusbahn nimmt Fahrt auf: Die Öffentlichkeit kann sich nun im Rahmen des Anhörungsverfahrens im Detail über die Elektrifizierung und den Ausbau der Taunusbahnstrecke informieren. Mit dem Start des Planfeststellungsverfahrens liegen noch bis zum zum 15. Dezember die Unterlagen in den Städten Friedrichsdorf, Neu-Anspach, Usingen sowie den Gemeinden Grävenwiesbach, Waldsolms und Wehrheim zur Einsichtnahme aus.

Bis einschließlich zum 1. Februar 2021 kann nun jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, beim Regierungspräsidium Darmstadt als Anhörungsbehörde und den vorgenannten Städten und Gemeinden Einwendungen gegen den Plan erheben. Darüber hinaus werden beispielsweise auch die Behörden sowie die Naturschutzvereinigungen und weitere Einwender im Rahmen des Anhörungsverfahrens beteiligt.

Die Taunusbahn soll für die Umsetzung eines neuen Verkehrskonzeptes ausgebaut werden. So wird die Bahnstrecke zwischen Friedrichsdorf und Usingen elektrifiziert, damit die S-Bahn-Linie S5 von Frankfurt aus in Zukunft über Friedrichsdorf hinaus bis nach Usingen verkehren kann.

Weitere Bestandteile des Projektes sind der zweigleisige Ausbau zwischen den Bahnstationen Saalburg und Wehrheim und der Bau je eines zusätzlichen Bahnsteigs in den Bahnhöfen Usingen und Hundstadt. In Usingen wird für die Zuwegung zu den Bahnsteigen ein Fußgängersteg realisiert, der auch das südlich gelegene Gewerbegebiet anbindet.

„Der Ausbau der Infrastruktur ist ein ganz zentraler Punkt in unserer Leitlinie RMV-Mobilität2035 und auch in Corona-Zeiten nach wie vor dringend notwendig“, sagt RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Ich freue mich daher, dass es bei der Taunusbahn weiter vorangeht und mit der Elektrifizierung die Voraussetzung für deutlich höhere Kapazitäten auf der Strecke geschaffen wird.“



Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten


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