Üstra erreicht Fahrgastrekord

(Niedersachsen) Autor: Stefan Hennigfeld

Die Üstra aus Hannover zählte im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 176 Millionen Fahrgäste (+3,8 Prozent) und erreicht damit einen neuen Fahrgastrekord. Das Unternehmen konnte in den vergangenen fünf Jahren ihren Fahrgastzuwachs um über zehn Prozent steigern und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der 4,4 Prozent beträgt bzw. 1,8 Prozent im Jahr 2016.

Die Tarifeinnahmen in 2016 sind gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Millionen Euro auf 162,0 Millionen Euro gestiegen. „Die vielen Fahrgäste sind der beste Beweis, dass die Qualität unseres Angebots stimmt und unsere vielfältigen Aktivitäten in die richtige Richtung gehen. Als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen bestärken uns die Kunden darin, weiter in unsere Fahrzeugflotte zu investieren und die Digitalisierung der Üstra voran zu treiben“, freut sich der Vorstandsvorsitzende André Neiß über die positive Entwicklung.

Die Investitionssumme lag im vergangenen Jahr bei 21,2 Millionen Euro (Vorjahr: 80,7 Millionen Euro), die vor allem in die weitere Erneuerung der Fahrzeugflotte investiert wurde. So wurden in 2016 insgesamt 9 neue Stadtbahnen vom Typ TW 3000 sowie 3 Elektrobusse beschafft. „Der starke Fahrgastzuwachs zeigt den hohen Stellenwert des Nahverkehrs in Hannover. Durch die Anschaffung von insgesamt 146 modernen Stadtbahnwagen vom Typ TW 3000 in den kommenden Jahren wollen wir der weiter zunehmenden Nachfrage gerecht werden“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende Ulf-Birger Franz (SPD), Regionsrat für Verkehr im Großraum Hannover.

Mit dem Pilotprojekt Elektrobus hat man sich ein neues Ziel gesetzt: Seit April 2016 sind die Elektrobusse auf den Linien 100/200 unterwegs, die als repräsentative Ringlinien durch Hannovers Innenstadt führen. Durch ihre kreisförmige Linienführung, kurze Haltestellenabstände und einen einzigen gemeinsamen Endpunkt am August-Holweg-Platz bieten die Linien optimale Bedingungen. Seit Ende des Jahres sind sie nun fester Bestandteil des Fahrplans.

Die Elektrobusse werden mit CO2-freiem Strom aus dem Fahrleitungsnetz der Stadtbahnen versorgt und verursachen dank der Elektrotechnologie auch keine anderen gesundheitsgefährdenden Emissionen wie Lärm, Stickoxide oder Feinstaub. „Nach einer intensiven Testphase mit einigen zu erwartenden Startschwierigkeiten, laufen die Busse inzwischen sehr zuverlässig. Dies ist insbesondere der intensiven Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter und dem Hersteller Solaris zu verdanken“, erklärt Wilhelm Lindenberg, Üstra-Vorstand für Betrieb und Personal. „Unser langfristiges Ziel ist 100 Prozent CO2-freier Nahverkehr, gemäß dem Motto Unsere Vision Null Emission.“

In 2017 komplettieren weitere 18 Hybridbusse die Flotte, zusätzliche Elektrobusse sind in Planung. Durch die konsequente Ausrichtung auf Elektromobilität konnten die Emissionen für Bus und Bahn in den letzten fünf Jahren von 54,2 g CO2 pro Personenkilometer in 2012 auf 11,0 g CO2 pro Personenkilometer in 2016 gesenkt werden.

 

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a

 

 

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