VCD: Mehr Bahn, weniger Flugzeug

 

(Fernverkehr, Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat Direktflüge von Nürnberg nach Berlin eingestellt. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) ist darüber erfreut. Seit Dezember 2017 braucht der ICE nur noch knapp dreieinhalb Stunden von Nürnberg nach Berlin. Einzelne Züge sind sogar noch schneller. „Kurzstreckenflüge sind Energieverschwendung, eine enorme Umweltverschmutzung, eine Belastung für die Menschen im Umfeld der Flughäfen und sehr klimaschädlich“, so Alfred Schreiber vom VCD-Arbeitskreis Flugverkehr. „Und ausgerechnet der umweltschädlichste Verkehrsträger wird weiterhin steuerlich am höchsten subventioniert.“

So wird Kerosin immer noch nicht besteuert – der Flugverkehr hat hierdurch erhebliche Wettbewerbsvorteile. Bernd Sluka, VCD-Landesvorsitzender: „Jetzt ist München-Berlin dran! Der ICE-Sprinter braucht auch zwischen diesen Städten keine vier Stunden – von Zentrum zu Zentrum.“ Umso unverständlicher sind die häufigen Flüge zwischen München und Berlin.

„Höchste Zeit für die Politik, hier zu handeln!“ ergänzt Alfred Schreiber. Klimaschutz kommt immer mehr ins Blickfeld der öffentlichen Meinung. Der VCD fordert daher: Kerosin muss endlich besteuert werden! Als kurzfristige Maßnahmen bieten sich nach Lesart des VCD an, die Luftverkehrsteuer zu erhöhen und den Mehrwertsteuersatz für Fahrscheine im Fernverkehr auf der Schiene zu reduzieren (von derzeit 19 auf sieben Prozent).


Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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