WBO beklagt Busfahrermangel

 

(Baden-Württemberg) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Fahrermangel beherrscht die Busunternehmen. Der Erwerb des Führerscheins in Deutschland ist mit extrem hohen Kosten verbunden. Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V. (WBO) hat sich diesbezüglich mit einem Hilferuf an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gewandt. Zur Sprache kamen dabei die Hürden beim Erwerb des Busführerscheins, die nach Ansicht des WBO ein zentrales Problem bei der Gewinnung von Busfahrern darstellen.

„Der Führerschein und die erforderliche Grundqualifikation kosten unverhältnismäßig viel“, so der Vorsitzende Klaus Sedelmeier. „Im Vergleich zu Österreich ist der Busführerschein in Deutschland dreimal so teuer.“ Zu viel für manche Unternehmer, die ihr Fahrpersonal auf eigene Kosten ausbilden. Erschwerend kommt hinzu, dass die zusätzlich neben der Fahrerlaubnis erforderliche Grundqualifikations-Prüfung bei einer IHK schriftlich in Deutsch abgelegt werden muss.

„Für viele Bewerber ist das ein großes Hindernis, das den Fahrermangel weiter verschärft“, betont Geschäftsführer Witgar Weber in einem Brief an den Bundesverkehrsminister. Zumal Fahrer, welche für die entsprechende Qualifikation in einem anderen EU-Staat in ihrer Heimatsprache geprüft wurden, nach EU-Recht in Deutschland als Busfahrer arbeiten dürfen, ohne dass ihre Deutschkenntnisse eine Rolle spielen. Das ist für den WBO nicht nachvollziehbar und man fordert politische Abhilfe.


     

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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