Wiener Linien: Zwei Jahre U-Bahn-Stars

(Österreich) Autor:Stefan Hennigfeld

Seit nunmehr zwei Jahren sorgen in den Nachmittags- und Abendstunden rund neunzig Musiker für gute Stimmung in diversen Wiener U-Bahnstationen. Ihr musikalisches Repertoire reicht von Rock über Klassik bis zu Austropop. Die Künstler und die Wiener Linien erhalten vom Publikum durchwegs positives Feedback. „Die Fahrgäste lieben die U-Bahn-Stars. Inzwischen kommen Fans sogar extra zu Auftritten in die Stationen, um ihre Lieblingskünstler zu sehen“, freut sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Bisher sorgten die Künstler bei 12.000 Auftritten für gute Stimmung. Die U-Bahn-Stars trifft man zwischen 15 und 23 Uhr. Das Angebot in den Stationen Westbahnhof, Stephansplatz, Neubaugasse und Spittelau soll bereits in Kürze um zusätzliche Zeitfenster erweitert werden, damit Fahrgäste schon ab 13.30 Uhr Konzerte in den U-Bahn-Stationen genießen können.

Im Frühjahr wurde das U-Bahn-Stars Line-Up um zwölf neue, völlig unterschiedliche Künstler erweitert. Philip Piller, bekannt aus der ProSieben-Talentshow Voice of Germany, ist einer von ihnen: „Im Gegensatz zu bezahlten Konzerten, wo es selbstverständlich ist, bis zum Schluss zu bleiben, ist es für Straßenmusiker besonders magisch, wenn die Leute freiwillig stehen bleiben und gebannt zuhören.“ New York und London waren die Vorbilder für die U-Bahn-Stars. Inzwischen gilt Wien als Vorzeigeprojekt für deutschsprachige Großstädte, etwa für die Jazz-Tube in der Bundesstadt Bonn.


Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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