Gehaltsanalyse

Gehälter können je nach Ausbildung, Berufserfahrung, Branche, Position und Einsatzort nach oben oder unten abweichen. Die Verdienstmöglichkeiten sind neben dem eigenen Verhandlungsgeschick auch von der jeweilgen Berufsgruppe abhängig.

Über das Gehalt spricht man unter Kollegen nicht, häufig ist es sogar im Arbeitsvertrag untersagt.

 

Gehaltsanalyse - Verdienen Sie marktgerecht?

Für eine Überprüfung ob das aktuelle Gehalt marktgerecht ist, benötigt man Vergleichsdaten. Was verdienen Mitarbeiter in der gleichen Postion in der gleichen Branche? Neben der Position und Branche spielen Berufserfahrung und Alter eine wichtige Rolle. Außerdem die Frage: Wirkt sich ein Abschluss auf das Gehalt aus?

Wenige Arbeitnehmer oder Bewerber haben eine realistische Vorstellung, wie viel Gehalt für den ausgeübten Job oder den Wunschjob verlangt werden kann. Zusätzlich zum Bruttogehalt können Sonderzahlungen, Spesen und Gutscheine das monatliche Nettogehalt verbessern. Dem Arbeitsgeber stehen eine Vielzahl an sozialversicherungsfreien Möglichkeiten zur Verfügung.

Wann sollte ich eine Gehaltsanalyse durchführen?

Generell ist es sehr hilfreich zur Einschätzung des eigenen Potenzials am Markt. Es gibt Ihnen die Antwort auf die Frage "Was kann ich eigentlich verdienen?". Im Folgenden werden die sieben wichtigsten Situationen beschrieben, in denen Sie als Arbeitnehmer nur bei exakter Kenntnis Ihres eigenen Marktwerts Ihre Gehaltsvorstellungen souverän und erfolgreich durchsetzen können:

  1. Sie haben Ihr Jahresgespräch
  2. Sie werden befördert
  3. Sie bewerben sich auf eine neue Stelle
  4. Zur Überprüfung - nachdem ein Gehaltsangebot von einem Arbeitgeber vorliegt
  5. Wunschpositionsanalyse, wenn eine fiktive Jobvorstellung überprüft werden soll
  6. Einsteigeranalyse, sobald ein Berufseinstieg ansteht
  7. Im Vorwege von Bewerbungsverfahren - Angabe Gehaltsvorstellung

1. Jahresgespräch:

Hier wird einerseits über Ihre Leistung, andererseits über Ihre Perspektive geredet. Und natürlich wird auch das Thema Gehalt angesprochen. Was können Sie vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage und Ihrer eigenen Leistung fordern?

2. Beförderung:

In Ihrem Unternehmen ist Ihre Einkommenshistorie natürlich bekannt. Dennoch ergeben sich mit der Übernahme von ganz neuen Aufgaben erhebliche Potenziale. In der Regel wird Ihr Vorgesetzter eine frei gewordene Stelle besetzen und sich dabei sowohl an Ihrem alten Gehalt als auch an der bisherigen Dotierung der Stelle orientieren. Zu welchem Schluss er auf diese Weise kommt, wissen Sie nicht. Denn Sie haben als Anhaltspunkt nur Ihr eigenes Gehalt, wissen aber nicht, wie viel Ihr Vorgänger verdient hat. Aufgrund dieser Unkenntnis und Unsicherheit liegen die Aufsteiger mit Ihrer Gehaltsforderung oft deutlich zu niedrig. Nutzen Sie daher Ihre Chance und lassen Sie das angemessene Gehaltsniveau Ihrer neuen Stelle durch unsere Vergütungsberater exakt ermitteln!

 

3. Bewerbung neue Stelle:

Dies ist Ihre Chance, Ihr Gehalt neu zu bestimmen, ohne dass Ihr Verhandlungspartner Ihr bisheriges Einkommen kennt. Die Argumente "Natürlich müssen wir uns an Ihrem bisherigen Gehalt orientieren" oder "Ihre Kollegen verdienen ja auch nicht mehr" werden Sie hier nicht hören. Andererseits ist es Ihnen - insbesondere in der aktuellen Arbeitsmarktsituation - sehr wichtig, sich gegen andere Bewerber durchzusetzen, um die Stelle zu bekommen. Daher darf Ihre Gehaltsforderung weder zu hoch, noch zu niedrig ausfallen, da sich ansonsten der Arbeitgeber in beiden Fällen für Ihre Konkurrenz entscheiden würde. Denn mit einer zu hohen Gehaltsforderung signalisieren Sie eher Gier und Selbstüberschätzung, mit zu niedriger Gehaltsforderung hingegen mangelndes Selbstbewusstsein und damit fehlende Qualifikation. Die genaue Kenntnis Ihres Marktwerts ist somit auch im Rahmen der Bewerbung von entscheidender Bedeutung!

4. Überprüfung - Gehaltsangebot vom Arbeitgeber liegt vor:

Sie haben sich auf eine oder mehrere Stellenanzeigen beworben und Sie haben bereits ein Bewerbungsgespräch absolviert. In der Stellenanzeige und im nachfolgenden Gespräch werden die zukünftigen Aufgabenbereiche besprochen. Sie finden die neuen Aufgaben spannend und interessieren sich für die neue Herausforderung. Sie signalisieren Ihrem Arbeitgeber, dass Sie gerne die Aufgaben übernehmen möchten und erhalten ein Gehaltsangebot. Auf Basis Ihrer Vita und den beschriebenen Aufgabenbereichen können Sie nun anhand einer Gehaltsanalyse erfahren, ob das angebotene Gehalt marktüblich und Ihren Qualifikationen entspricht.

5. Wunschpositionsanalyse:

Sie streben innerhalb Ihrer Firma eine neue Stelle an? Mit einer Gehaltsanalyse erhalten Sie zusätzlich eine Kurzanalyse für Ihre gewünschte Position bezüglich Gehaltszusammensetzung und Gehaltsbandbreite.

6. Einsteigeranalyse - Gehaltsanalyse für Berufseinsteiger:

Ausbildung oder Studium erfolgreich absolviert? Das Berufsleben beginnt und Sie wissen nicht, was Sie verdienen können. Sie erhalten eine Gehaltsanalyse ausschließlich unter Berücksichtigung von Personen, die in den letzten 12 Monaten ihre erste Stelle angetreten haben. Somit erfahren Sie, wieviel Gehalt Sie in Ihrem ersten richtigen Job verlangen können.

7. Bewerbungsverfahren - Abgabe der Gehaltsvorstellung:

In diversen Stellenanzeigen ist zu lesen, dass man inklusive der üblichen Bewerbungsunterlagen zusätzlich die persönliche Gehaltsvorstellung angeben soll. Eine zuvor erstellte Gehaltsanalyse kann Ihnen die Unsicherheit nehmen, denn diese sagt Ihnen, welche Höhe der Gehaltsvorstellung realistisch ist.