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VDE 1: Ausbau kommt voran

21.09.22

Die Deutsche Bahn erhöht das Tempo der Züge an der Ostsee und macht die Strecke Rostock–Bad Kleinen fit für Geschwindigkeiten bis 160 Kilometer pro Stunde. Das haben Bund und DB AG in gemeinsamen Abstimmungen zum Bedarfsplan Schiene beschlossen. Konkret geht es um die insgesamt zwanzig Kilometer langen Abschnitte Bad Kleinen–Ventschow und Schwaan–Dalwitzhof. Bis 2031 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Projekt ist im Bundesverkehrswegeplan als laufendes Vorhaben des vordringlichen Bedarfs geführt und mit rund 250 Millionen Euro veranschlagt.

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Es wird Zeit, dass die VDE1 auch im Abschnitt Schwerin – Rostock in die Vollendung geht. Der steigende Bedarf an leistungsfähiger Schieneninfrastruktur steigt auch in Mecklenburg-Vorpommern. So wollen wir hier zukünftig mehr Personen und Güter über die Schiene befördern, auch im Rahmen der „Zukunft Schiene Nord“ via Fehmarnbelt aus Richtung Skandinavien.“

Der Ausbau erschließt die Ostseeküste mit den Städten Schwerin, Wismar, Rostock und Stralsund künftig noch besser für den klimafreundlichen Schienenverkehr und unterstützt dabei gleichzeitig die Ziele des Bündnisses „Zukunft Schiene Nord“ der fünf nördlichen Bundesländer. Das Vorhaben leistet insbesondere mit der Verkürzung der Fahrzeit zwischen Rostock und Schwerin um knapp drei Minuten zusätzlich einen wesentlichen Beitrag für den Deutschlandtakt.

Daniela Kluckert (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Der Deutschlandtakt nimmt Fahrt auf in Mecklenburg-Vorpommern: Mit der Erhöhung des Tempos und der gleichzeitigen Fahrzeitverkürzung zwischen Rostock-Bad Kleinen schaffen wir ein attraktives Angebot im Nahverkehr für Pendler und Reisende und somit einen weiteren Anreiz zum Umsteigen auf den klimaschonenden Bahnverkehr.“

Die Erhöhung der Geschwindigkeit auf der Strecke Rostock–Bad Kleinen ist ein weiterer Meilenstein beim Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 1 (VDE 1), Lübeck/Hagenow Land–Rostock–Stralsund, das bereits 1993 begonnen wurde. Die 242 Kilometer lange Verbindung sollte durchgehend zweigleisig und für Geschwindigkeiten bis 160 km/h ausgebaut werden.

Zufrieden ist auch Reinhard Meyer (SPD), Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern: „Wir haben uns nachdrücklich beim Bund für den Streckenausbau eingesetzt und sind froh, dass die Planungen jetzt laufen. Künftig wird es bessere Anschlüsse an den Knotenpunkten Schwerin, Bad Kleinen und Rostock geben, ein höheres Tempo sowie eine Verkürzung der Fahrzeit. Für Pendler und Urlauber im Land entsteht nach Beendigung der Maßnahme eine Verbesserung. Das ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, die Mobilität im Land klimafreundlich, sicher, bequem und bezahlbar für alle zu gestalten.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de