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INIT unterstützt das Energiesparen

25.01.23

Die Betriebskosten so gering wie möglich zu halten ist eine Herausforderung, der sich Verkehrsunternehmen schon lange stellen müssen. Durch die aktuell stark angestiegenen Energiekosten erhält diese Aufgabe aber eine noch wesentlich höhere Bedeutung, zumal Experten bis zum Jahr 2030 eine weitere deutliche Preissteigerung für Strom voraussagen. Für Verkehrsunternehmen, die ihre Flotten bereits auf Elektromobilität umgestellt haben, stellt sich die Frage, wie sie ihre Stromrechnung reduzieren können.

Das intelligente Lademanagementsystem MOBILEcharge sorgt dafür, dass die Busse stets pünktlich, bedarfsgerecht und kostenoptimiert geladen und vorkonditioniert werden. Es ist Teil der integrierten Elektromobilitätslösung eMOBILE von INIT, über die sich Besucher der 14. VDV-Elektrobuskonferenz und Fachmesse ElekBu in Berlin am INIT Messestand Nummer 24 informieren können.

Das Thema Einsparen von Energiekosten wird auch im INIT Fachvortrag mit dem Titel „Energiekosten auch bei steigenden Preisen im Griff behalten, dank innovativem Lade- und Depotmanagement“ (28. März um 11:45 Uhr) im Rahmen der VDV-Elektrobuskonferenz beleuchtet. Ohne Einflussnahme durch ein Lademanagementsystem startet der Ladevorgang direkt nach der Verbindung des Fahrzeugs mit dem Ladepunkt mit maximaler Ladeleistung.

Da der zu entrichtende Strompreis aber in erster Linie von der maximalen Ladeleistung abhängt, geht es vorrangig darum, Lastspitzen zu reduzieren. Dazu berechnet MOBILEcharge für alle anstehenden Ladevorgänge einen Ladeplan, der die Effekte der Lastverschiebung nutzt. In der Praxis bedeutet das, dass die Fahrzeuge im Depot ankommen und an das Ladekabel angeschlossen werden, der Ladevorgang aber durch MOBILEcharge gesteuert zu einem späteren Zeitpunkt und gegebenenfalls mit einer geringeren Leistung beginnt.

Im Idealfall lässt sich eine Reduktion der maximalen Ladeleistung um dreißig Prozent erreichen. Bezogen auf die Gesamtkosten ergibt sich damit typischerweise eine Ersparnis bei den Stromkosten um etwa 15 Prozent. Weniger bekannt, aber dennoch interessant ist die Anwendung variabler Stromtarife. Hier sind über den Tag verteilt unterschiedliche Preise festgelegt. Durch geschickte Ausnutzung der günstigsten Zeiten ergeben sich Einsparpotentiale von drei bis fünf Prozent. Insgesamt addieren sich die Kostensenkungspotentiale mithilfe von MOBILEcharge durch Lastverschiebung und die Nutzung variabler Strompreise auf bis zu zwanzig Prozent.

Weiteres Einsparpotential erschließt sich durch den Einsatz weiterer Komponenten der Software-Suite eMOBILE, zum Beispiel MOBILErange zur Reichweitenprognose. Denn die Kenntnis der Reichweiten ist für den Betrieb der E-Busse wichtig: Entscheidend ist die Frage, ob der Bus das Umlaufende sicher erreichen wird. Eine zuverlässige Reichweitenprognose hat den Vorteil, dass weniger Reserven mit einkalkuliert werden müssen und die E-Bus-Flotte effizienter eingesetzt werden kann.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de