03.11.23
Im Rahmen der zweiten Baustufe für das neue ESTW Köln Hbf verlegt die Deutsche Bahn rund 150 Kilometer Kabel. Außerdem stellen die Fachleute rund 200 neue Signale, zehn neue Signalausleger bzw. Signalbrücken auf und bauen fünf Weichen ein. Bisher wurden bereits zwei Signalbrücken und ein Signalausleger gebaut, sowie rund 60 Kilometer Kabel verlegt und 76 Signale gesetzt. So machen die DB-Experten den Kölner Hauptbahnhof – mit schon jetzt mehr als 1300 Zugfahrten täglich – für den wachsenden Zugverkehr fit und investiert in die „Starke Schiene“.
Bereits Ende 2021 wurde der S-Bahnverkehr auf die neue Technik umgestellt. In einer zweiten Baustufe soll das ESTW für den Regional- und Fernverkehr bis Ende 2025 in Betrieb genommen werden. Die Bauarbeiten laufen bisher überwiegend ohne größere Beeinträchtigungen für die Fahrgäste unter „rollendem Rad“. Mit der neuen ESTW-Technik wird die Verfügbarkeit im Kölner Hbf stabilisiert.
Sie ist weniger störanfällig und flexibler im Fall von Gleissperrungen etwa im Falle von Bauarbeiten. Auch wird die Instandhaltung vereinfacht. Letztlich bilden ESTW die Grundlage für die Digitalisierung der Schiene in Deutschland. In der Maybachstraße (Nähe Köln-Hansaring) wurde ein Zentralstellwerk mit weiteren Bedienplätzen für mehrere Fahrdienstleiter geschaffen, die den Zugbetrieb für den Knoten Köln von dort aus steuern. Auch das ESTW linker Rhein wird dort gesteuert.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de