Jobportal für die Bahnbranche & ÖPNV

RMV: Angebot für 2024 gesichert

21.11.23

Der hessische Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) kann gute Nachrichten zum neuen Fahrplanjahr vermelden: Trotz schwieriger Finanzierungslage muss keine einzige Fahrt gestrichen werden – das Angebot kann punktuell sogar Erweiterung finden. „Das Deutschland-Ticket ist ein Erfolg, leider wurde aber die Entwicklung des Fahrtenangebots in der Geburtsstunde vergessen“, so RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs (CDU).

Krebs: „Hoffentlich finden Bund und Länder Finanzierungswege, die nicht nur das beliebte Deutschland-Ticket langfristig über 2024 hinaus sichern, sondern auch gerade auch durch das günstige Ticket nötige Fahrplanausweitungen finanziell ermöglichen.“

Neues bringt der Fahrplan besonders für Fahrgäste des Mittelhessenexpresses (Dillenburg/ Treysa – Gießen – Frankfurt). Dort übernimmt die Hessische Landesbahn den Betrieb. Zum Fahrplan 2025 – wenn die S-Bahn auf eigenen Gleisen fährt und der Regionalverkehr mehr Platz hat – wird auch die Fahrtenzahl steigen. Einzelne Zusatzfahrten gibt es auch im Rheingau, sonn- und feiertags in der Rhön sowie im Expressbus-Verkehr im Taunus.

„Mit 2.300 Baumaßnahmen liegt der Schienenwegeneu und -ausbau auf Rekordniveau. Das bedeutet für die Fahrgäste zunächst Einschränkungen, aber nur mit einem Schienennetz in Top-Zustand und zusätzlichen Gleisen können wir mehr und pünktlichere Züge anbieten“, so RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Mit der Errichtung eigener Gleise für die S 6 wird das erste Großprojekt in 2024 abgeschlossen und die Fahrgäste dann von modernisierten Stationen, einer höheren Fahrplanstabilität und perspektivisch auch mehr Fahrten bei S-Bahn und Regionalzügen profitieren.“

Zum Fahrplanwechsel übernimmt die Hessische Landesbahn (HLB) den Betrieb des Teilnetzes Mittelhessen. Zum Teilnetz gehören vier Linien: RB 40 (Frankfurt – Gießen – Dillenburg), RB 41 (Frankfurt – Gießen – Marburg – Schwalmstadt-Treysa) und RB 49 (Hanau – Friedberg) sowie die neue Linie RB 37 (Frankfurt – Gießen). Aufgrund von Zulassungsverzögerungen beim Hersteller Alstom stehen die Neufahrzeuge des Typs Coradia Continental XCC noch nicht zur Verfügung.

Daher werden ersatzweise aus anderen HLB-Teilnetzen verfügbare Fahrzeuge sowie geliehene Bestandsfahrzeuge vom Typ Talent 2 eingesetzt, welche die bisherige Betreiberin des Netzes, die DB Regio AG, zur Verfügung stellt. Im Teilnetz Rheingau beginnt ein neuer Verkehrsvertrag mit der bisherigen Betreiberin Vias.

Die eingesetzten Fahrzeuge werden modernisiert. Durch einzelne Zusatzfahrten wird die RB 10 noch häufiger im Halbstundentakt unterwegs sein. Die RE 9 ist wie bislang unterwegs. Nachdem Wasserstoffzüge auf der RMV-Linie 15 (Brandoberndorf – Bad Homburg) seit Frühsommer zuverlässig unterwegs sind und auch die Betankung reibungslos funktioniert, werden die Züge des Typs iLint nun auch auf der RMV-Linie 12 (Königstein – Frankfurt-Höchst – Frankfurt Hauptbahnhof) eingesetzt.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de