10.01.24
Kurz vor Weihnachten gibt das Land Schleswig-Holstein die Einführung eines zukunftsweisenden AKN-Expresszugangebots zwischen Norderstedt Mitte und Neumünster in Auftrag und verlängert den bestehenden Verkehrsvertrag der AKN bis 2032. Mit dem Expresszug engagiert sich das Land zur Förderung der Verkehrswende in der Region Südholstein. Zwischen den Städten Neumünster und Norderstedt entsteht eine beschleunigte Direktverbindung, mit der die Vernetzung des Ballungsraums Norderstedt – Henstedt-Ulzburg – Kaltenkirchen gestärkt wird.
Zusätzlich wird der südliche Teil Schleswig-Holsteins besser an die Landeshauptstadt Kiel angebunden. Je nach Ausbauvariante der geplanten Infrastrukturmaßnahme reduziert sich die Fahrzeit anfangs um 10 Minuten, nach dem vollständigen Ausbau ggf. bis um 23 Minuten. Als weiteres Plus kann der bisherige Fahrzeitnachteil gegenüber der Autobahn teilweise ausgeglichen werden.
Zwischen Neumünster und Kaltenkirchen wird eine Taktverdichtung stattfinden, wodurch das Angebot ebenfalls verbessert wird. Zwei Züge pro Stunde werden zwischen Neumünster und Norderstedt Mitte eingesetzt, davon fährt einer als Expresszug, der an ausgewählten Bahnhöfen hält. Im Streckenabschnitt zwischen Norderstedt Mitte und Ulzburg Süd wird in der Hauptverkehrszeit (HVZ) stets ein Zehn-Minuten-Takt angeboten.
Tobias von der Heide (CDU), Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Verkehrsministerium betont: „Mit dem Expresszug werden wir den Verkehr zwischen Norderstedt und Neumünster absehbar schneller machen. Das ist eine gute Nachricht für die gesamte Region. Das Land schafft hiermit einen dichteren Takt auf dieser bevölkerungsreichen Achse und setzt ein Projekt des Landesweiten Nahverkehrsplan (LNVP) um. Mit dem Expresszug und der Verlängerung des Verkehrsvertrages zeigen wir, dass wir die AKN und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als in der Region verankertes und leistungsfähiges Unternehmen schätzen.“
Arne Beck, Geschäftsführer des Aufgabenträgers Nah.SH, ergänzt: „Wir arbeiten heute mit aller Kraft an der Verbesserung der Qualität im jetzigen Bahnverkehr. Zusätzlich dazu gestalten wir auch den zukünftigen Ausbau des Schienenverkehrs. Damit erreichen wir, wie hier z.B. durch eine neue Ausweichstelle, mehr Flexibilität und mehr Rückfallebenen für den Betrieb auf der Strecke. Gleichzeitig profitieren auch die Fahrgäste von einer Takterhöhung verbunden mit einem schnelleren Service zwischen den Städten in Schleswig-Holstein.“
„Die Verlängerung des Verkehrsvertrages ist ein Vertrauensbeweis in unsere Arbeit und in unser Konzept des Expresszugs, das uns sehr am Herzen liegt. Wir haben lange und intensiv auf diese Zusage hingearbeitet. Es motiviert uns, die Verkehrswende aktiv mitzugestalten und unseren Fahrgästen ein attraktiveres Angebot zu schaffen.“ “Die Entscheidung ist ein starkes positives Signal für die Mobilität in unserer Region“, erklärt Matthias Meyer, Geschäftsführer der AKN.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de