15.01.24
Seit Anfang des Jahres 2024 sind alle Regionalzüge in Baden-Württemberg auf den elektrifizierten Strecken mit Ökostrom unterwegs. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte: „Bahnfahren ist in Baden-Württemberg in diesem Jahr noch umweltfreundlicher. Unsere elektrischen Züge werden nun zu hundert Prozent mit Ökostrom angetrieben. Das heißt, der Strom kommt nur noch aus Wind-, Sonne- oder Wasserquellen. Das vermeidet viele Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxids.“
Seit dem Jahreswechsel fahren auch die Züge der S-Bahn Rhein-Neckar, des Südwest-Express („Süwex“) und der Main-Neckar-Bahn (in Richtung Rheinland-Pfalz und Hessen) auf dem baden-württembergischen Teil mit Ökostrom. Für die Nutzung von grünem Strom hat das Land für 2024 rund 4,5 Millionen Euro investiert. Pro Kilowattstunde werden nach dem Strommix im DB-Bahnnetz etwa 300 Gramm des Klimagases freigesetzt.
Ein moderner Triebzug verbraucht ungefähr zehn Kilowattstunden Strom pro Kilometer Fahrleistung abzüglich der wieder ins Netz eingespeisten rückgewonnenen Bremsenergie (je nach Strecke dreißig bis vierzig Prozent). Der Verbrauchswert unterscheidet sich jedoch je nach Topografie, Fahrzeugbauart und weiterer Faktoren wie zum Beispiel Leistung und Auslastung. Auch bei den Dieselstrecken setzt Baden-Württemberg bis zur Elektrifizierung zunehmend auf alternative, nicht fossile Kraftstoffe.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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Quelle: Zughalt.de