19.01.24
Vor dem Hintergrund der laufenden Verrentungswelle plant die DB AG im neuen Jahr noch einmal mehr Leute einzustellen. Im Jahr 2023 waren es rund 5.500 junge Leute, die in einem der fünfzig Ausbildungsberufe und 25 dualen Studiengängen gestartet sind, jetzt sollen es etwa 6.000 werden. DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Nur mit qualifiziertem Nachwuchs gelingt es uns, die großen Herausforderungen vor uns zu meistern – Mobilitätswende und Klimaschutz. Deshalb legen wir bei der Deutschen Bahn sehr großen Wert darauf, eine attraktive Arbeitgeberin mit einer qualitativ sehr hochwertigen Ausbildung zu sein.“
In einem historisch engen Arbeitsmarkt wird es zugleich schwieriger, neue Mitarbeiter zu finden. Deshalb geht die DB u.a. weiterhin verstärkt an Schulen, um potenziellen Nachwuchs bereits im Klassenzimmer zu erreichen. „Wir haben uns vor einem Jahr das Ziel gesetzt, die Zahl der Schulkooperationen auf 500 zu erhöhen“, sagt Martin Seiler, „und ich freue mich heute sehr darüber, dass wir dieses Ziel mit nunmehr knapp 570 Kooperationen sogar noch deutlich übertroffen haben.“
Um bundesweit mit mehr Schulen einen engen Austausch zu pflegen, hat die DB zusätzlich sogenannte Community Recruiter eingestellt, die auch außerhalb der Ballungszentren in der Fläche und nahe DB-Standorten aktiv sind. Schulkooperationen beinhalten neben Informationsveranstaltungen zur Arbeitgeberin DB und zur beruflichen Orientierung auch, dass Mitarbeiter als sogenannte Schulpaten stets als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Schulpraktika und Praxistage zum Beispiel in Stellwerken und Werkstätten sind ebenfalls im Angebot. An einigen Schulen sind zudem bereits praxisbezogene Aufgaben im Lehrplan integriert. „Das bauen wir weiter aus“, ergänzt Martin Seiler, „Es geht darum, praxisnahe Inhalte beispielsweise im Mathe- oder Physikunterricht zu verankern, Aufgaben direkt mit einem Job zu verbinden.“
Gemeinsam mit der Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch (CDU), besuchte Martin Seiler letzte Woche in Berlin die Johanna-Eck-Schule, mit der die DB eine enge Kooperation pflegt.„Nach meinem Besuch an der Johanna-Eck-Schule betone ich erneut die Bedeutung des Übergangs von Schule in den Beruf für den weiteren Lebensweg. Die frühzeitige und umfassende Orientierung auf künftige Berufe spielt dabei eine entscheidende Rolle.“
Günther-Wünsch: „Die Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen, insbesondere das Engagement der Deutschen Bahn, verdeutlichen, wie solche Kooperationen nicht nur die individuelle berufliche Entwicklung der Jugendlichen fördern, sondern auch zur Sicherung eines qualifizierten Fachkräftenachwuchses beitragen. Diese Zusammenarbeit ist ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Ich ermutige Schulen und Unternehmen in Berlin, diesem Beispiel zu folgen, um gemeinsam die Brücke zwischen Bildung und Berufswelt zu stärken.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de