15.03.24
Die DB Regio hat dem Land Baden-Württemberg einen Plan für schrittweise Verbesserungen im regionalen Schienenverkehr vorgelegt. Mit einem Aktionsplan will die DB Regio dafür sorgen, den täglichen Betrieb zu stabilisieren und den Fahrgästen verlässliche Mobilität zu bieten. Die Vorständin für Regionalverkehr der Deutschen Bahn AG (DB Regio), Evelyn Palla, präsentierte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) letzte Woche in Stuttgart einen Aktionsplan für den Bahnbetrieb in Baden-Württemberg.
Gemeinsames Ziel von Land und DB ist es, den Fahrgästen ein verlässliches Angebot mit einer guten Fahrgastinformation zu bieten. Im Fokus des Aktionsplans stehen die Themen Fahrzeuge und Instandhaltung. In einigen von DB Regio betriebenen Netzen in Baden-Württemberg weist das Angebot Qualitätsmängel auf. Defekte Fahrzeuge sowie fehlende Ersatzteile sind hierfür die Hauptursachen.
Der Verkehrsminister betonte: „Nur wenn die Qualität stimmt, ist der Zugverkehr für die Menschen auch attraktiv. Der Spruch von früher ‚Pünktlich wie die Eisenbahn‘ muss unser Anspruch sein. Es nervt mich genauso wie die Fahrgäste, dass Züge ausfallen oder mit zu wenig Kapazitäten fahren. Zu viele Züge stehen viel zu lang vor den Werkstätten mit der Folge, dass sie auf der Schiene für die Fahrgäste fehlen. DB-Vorständin Palla hat heute verdeutlicht, dass ihr Unternehmen die Probleme, mit Nachdruck anpackt. Die jetzt gefasste Vereinbarung sehe ich als Perspektive für eine bessere Qualität bei DB Regio Baden-Württemberg.“
DB Regio möchte mit einem Aktionsplan die Angebotsqualität in Baden-Württemberg verbessern. Land und DB verabredeten, regelmäßig die Wirksamkeit der Maßnahmen zu monitoren, um die Qualität für die Fahrgäste spürbar zu verbessern.
Evelyn Palla, Vorständin für Regionalverkehr der DB: „Wir wollen unseren Fahrgästen die Qualität bieten, die sie verdienen und die das Land bei uns bestellt hat. Dafür haben wir ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt: Wir stellen zusätzliche Fahrzeuge für Baden-Württemberg zur Verfügung und sorgen zudem für mehr Kapazität in unseren Werkstätten. Darüber hinaus setzen wir noch stärker auf mobile Teams, die unsere Züge unterwegs flexibel instandhalten können. Unsere enormen Anstrengungen, Mitarbeitende zu rekrutieren und auszubilden, sind erfolgreich. Allein im letzten Jahr konnten wir mehr als 400 neue Kolleginnen und Kollegen im Einsatz für unsere Fahrgäste in Baden-Württemberg an Bord holen. In diesem Jahr planen wir hier rund 500 Neueinstellungen.“
Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Eisenbahnverkehrsunternehmen beispielsweise über eine Personaloffensive dabei, neue Eisenbahner zu finden. Außerdem wird das Land die Strafzahlungen bei fremdverschuldeten Ausfällen verringern, dafür aber bei eigenverschuldeten Ausfällen erhöhen nach dem Motto: „Wer Leistung bringt, wird belohnt“. So soll eine Kultur der Anerkennung in die Branche einziehen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de