19.06.24
Dass E-Scooter auf Gehwegen, Straßen oder Grünflächen frei abgestellt werden, ist im Frankfurter Bahnhofsviertel und Teilen der Innenstadt ab sofort nicht mehr möglich. Ende April hat die Stadt Frankfurt am Main damit begonnen, in der Innenstadt und im Bahnhofsviertel – zwischen Hafentunnel, Mainufer, Kurt-Schumacher-Straße, Anlagenring und Mainzer Landstraße – über fünfzig neue Stellflächen für E-Scooter einzurichten. Die Stellplätze sind nun flächendeckend im Bahnhofsviertel und Teilen der Innenstadt markiert. Über Piktogramme auf den Straßen, eine grafische Eigenentwicklung der Stadt Frankfurt, sind sie auf den ersten Blick erkennbar.
Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) sagt: „Mit den Stellplätzen für E-Roller haben wir in Absprache mit der Polizei einen weiteren Baustein in der Sicherheits-Arithmetik des Viertels erreicht. Sie sind eine Maßnahme von vielen, die im Magistrat beschlossen wurden, um die schwierige Situation nach und nach zu verbessern. Gemeinsam haben wir das Viertel im Blick, auch über die EURO24 hinaus.“
Nun werden die Stellplätze „freigeschaltet“: Ab Anfang Juni sorgt eine neue, GPS-basierte Funktion in den Apps der E-Scooter-Anbieter dafür, dass die Nutzer ihre Roller konsequent auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen abstellen müssen. In den Apps sind alle Stellplätze und ihre Grenzen genau definiert. Mithilfe von Geofencing, einer Art „digitalem Zaun“, wird sichtbar, ob ein E-Scooter innerhalb der Markierungen abgestellt wird.
Steht ein Gerät außerhalb dieser Zonen, können die Nutzer ihre Fahrt und damit ihr Mietverhältnis nicht beenden. Die Stadt hat die vier in Frankfurt aktiven Miet-Scooter-Anbieter Bolt, Lime, Tier und Voi verpflichtet, die Software ab sofort einzusetzen. So kann die Stadt die Situation überwachen. Bei Verstößen werden die Anbieter automatisch benachrichtigt und aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen. Die Stadt geht davon aus, dass durch die verbindlichen Parkregelungen für Scooter eine spürbare Verbesserung der bisher eher ungeordneten Abstellsituation eintreten wird.
Sollten jedoch gravierende Parkverstöße gegen die StVO festgestellt werden, werden diese konsequent zur Anzeige gebracht. Die Städtische Verkehrspolizei wird hierbei ein besonderes Augenmerk auf das Bahnhofsviertel legen.Über die zur Software gehörende, öffentlich zugängliche „Falschparker App“ von Nivel (verfügbar im Apple Store und bei Google Play) können die zuständigen Behörden sowie Bürger:innen sehen, welche Parkregelungen für Scooter gelten und falsch abgestellte Roller direkt an die Anbieter melden.
Verbotszonen wie Grünflächen, Parks, Spielplätze, und Friedhöfe und andere sind hier deutlich markiert. Das Management des Mikromobilitätsangebots übernimmt TraffiQ. Die Nahverkehrsgesellschaft ist die neue Schnittstelle zwischen der Stadt und den Scooter-Anbietern. Damit ist sie auch verantwortlich für die Aktualisierung der in der Software hinterlegten „Parkregeln“ für Scooter sowie die Überwachung der Einhaltung der geltenden Regeln.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de