04.09.24
Nächster Öffnungstag des U-Bahn-Museum im U-Bahnhof Olympia-Stadion ist am 14. September. Highlight des Museums ist das original erhaltene Stellwerk, das 1931 als größtes Stellwerk dieser Art in Europa in den Betrieb ging. Am 13. September 1997 – also vor 27 Jahren – ist es außer Betrieb gegangen und wird museal erhalten. Immer am zweiten Samstag des Monats ist das U-Bahnmuseum von 10:30 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt in das Museum erfolgt stilecht über ein altes Kassenhäuschen, der Besucher erhält eine Fahrkarte von einer Rolle, ähnlich wie früher in den Kinos.
Das 14 Meter lange Hebelwerk ist noch weitestgehend funktionstüchtig. Die Anlage ermöglichte die Sicherung von 616 Fahrstraßen durch die Bedienung von 99 Licht- und Zahlensignalen sowie 103 elektrischen Weichen. Auf der Fahrschautafel zeigten 1200 Lampen sämtliche Signale, Weichen, Fahrstraßen und den Standort von Züge an. Und wer wissen will, wie es einst funktionierte, die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn, erklären es nicht nur gern, sondern auch bis ins Detail mit großer Leidenschaft.
Zum Anfassen soll sie sein, die Reise in die Vergangenheit. Deshalb dürfen die Gäste an den authentisch aufgebauten Arbeitsplätzen der U-Bahn-Fahrer und Zugabfertiger Platz nehmen und sich fühlen wie damals. „Zurückbleiben, bitte!“ – vor allen Kids machen sich einen großen Spaß daraus und probieren das mehrmals aus.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de