09.04.25
Die Anzahl an bestellten Paketen steigt, nachhaltige und innovative Projekte sind gefragt, um sowohl den Lieferverkehr als auch Staus in der Stadt zu reduzieren. Deshalb starteten die Wiener Linien letzte Woche den Testbetrieb des innovativen Projekts „Öffi-Packerl“. Dabei können Fahrgäste Pakete umweltfreundlich mit der Straßenbahn transportieren. Das Testgebiet befindet sich im Norden Wiens. An den Straßenbahnhaltestellen Donauspital und Konstanziagasse (Linie 25) sowie bei der Haltestelle Hausfeldstraße (Linie 26) wurden spezielle Paketboxen installiert.
An der Haltestelle Kagran folgt die Paketbox Mitte der Woche. Die Testpersonen können in der eigens entwickelten „Öffi-Packerl“-App Routenabfragen durchführen. Falls es im System ein Paket gibt, das entlang der gleichen Strecke transportiert werden soll, kann der Pakettransport von dem Nutzer angenommen werden. Mittels QR-Code können die Fahrgäste die Packerl in den an den Straßenbahn-Haltestellen befindlichen Paketboxen abholen und nach der Fahrt wieder abgeben.
Für ein gutes Miteinander unter den Fahrgästen dürfen die Packerl auf der längsten Seite höchsten fünfzig Zentimeter lang und maximal fünf Kilogramm schwer sein. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie wurde 2021 festgestellt, dass eine Mehrheit der Öffi-Nutzer die Art des Packerltransports befürworten würden: Neunzig Prozent der Befragten würden sich freuen, wenn sie ihr Paket an einer Haltestelle in ihrer Nähe abholen könnten.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de