05.05.25
Siemens Mobility hat mit der Produktion von Wasserstoffzügen begonnen, die ab Ende 2026 im Netz der Südostbayernbahn unterwegs sein werden. Die Serie umfasst drei zweiteilige Wasserstoffzüge vom Typ Mireo Plus H. Die hochmodernen Wasserstoffzüge werden im Auftrag des Freistaats Bayern Dieselzüge im Netz Linienstern Mühldorf ersetzen und damit zu einer erheblichen CO2-Einsparung sowie Lärm- und Abgasreduktion in der Region beitragen.
Die Züge zeichnen sich durch neun Fahrradmitnahmemöglichkeiten, hochfrequenzdurchlässige Scheiben für einen besseren Mobilfunkempfang sowie einen komfortablen Ein- und Ausstieg durch das Niederflurdesign des Fahrzeuges aus. Ausgestattet mit dem Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System), bieten die Mireo Plus H-Züge höchste Sicherheit und Effizienz. Darüber hinaus wurde Siemens Mobility mit einem Servicevertrag für das Wasserstoff-Energieversorgungssystem beauftragt.
Die Wasserstoffzüge werden auf der Strecke Mühldorf (Oberbayern) – Tüßling – Burghausen unterwegs sein. Die Strecke beträgt 32,3 Kilometer und ist nicht elektrifiziert. Die Züge werden dort acht Stationen anfahren. Die DB wird in Mühldorf eine Elektrolyseanlage, die mit hundert Prozent Ökostrom betrieben wird, errichten.
Andre Rodenbeck, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility: „Wir sind stolz darauf, Mireo Plus H-Wasserstoffzüge an die Deutsche Bahn zu liefern und damit emissionsfreie Mobilität in unserer Heimatregion zu ermöglichen. Unsere Wasserstoffzüge zeichnen sich durch ausgereifte Technologie, hohe Energieeffizienz, starke Antriebsleistung, große Reichweite und geringe Geräuschentwicklung aus.“
„Wasserstoffzüge sind für die Deutsche Bahn ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität“, sagt Cornelia Würtz, Geschäftsführerin der DB RegioNetz Verkehrs GmbH. „Mit dem Mireo Plus H treiben wir bei der Südostbayernbahn die klimafreundliche Verkehrswende auf der Schiene voran.“
Der Mireo Plus H ist ein hochmoderner Wasserstoffzug, der auf der Regionalzug-Plattform Mireo von Siemens Mobility basiert, die mit elektrischem Antrieb sowie Batterie- und Wasserstoffantrieb erhältlich ist. Auf dem Dach montierte Brennstoffzellen und unter dem Fahrzeug angebrachte Lithium-Ionen-Batterien sorgen für eine vollständig CO₂-emissionsfreie Mobilität. Das H2-Energieversorgungssystem zeichnet sich in Verbindung mit dem elektrischen Antrieb durch eine hohe Antriebsleistung von 1,7 MW für eine Beschleunigung von bis zu 1,1 m/s² und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h aus.
Die Reichweite des Fahrzeuges beträgt, abhängig von Faktoren wie der Strecke und der Fahrweise, mit einer Tankfüllung bis zu 1.200 km. Des Weiteren überzeugen die Züge durch sehr niedrige Lebenszykluskosten und bieten eine Schnellbetankungsfunktion, die ein Betanken in etwa 15 Minuten, in Abhängigkeit von der Tankstelle, ermöglicht. Aus dem Auspuff der fahrenden Triebzüge kommt ausschließlich Wasserdampf.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de