14.05.25
Die letzte der insgesamt drei Tunnelbohrmaschinen (TBM) im Baulos H61 Mauls hat in der letzten Woche den Vortrieb der westlichen Haupttunnelröhre des Brenner-Basistunnels erfolgreich abgeschlossen. Damit ist der Vortrieb der Eisenbahnröhren auf italienischem Projektgebiet abgeschlossen. Flavia startete im April 2019 und bewältigte eine Strecke von 14,3 Kilometer.
Für die beiden Vorstände der BBT SE, Gilberto Cardola und Martin Gradnitzer wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt: „Mit der Ankunft der TBM Flavia ist der maschinelle Vortrieb auf der italienischen BBT-Projektseite erfolgreich abgeschlossen. Dieser Erfolg ist vor allem dem Engagement der Mineure zu verdanken, die tagtäglich mit hoher Professionalität und unter sicheren Bedingungen gearbeitet hat. Ein aufrichtiger Dank gilt auch den Planern, Ingenieuren, Geologen und allen am Bau beteiligten Mitarbeitern der BBT SE, die mit ihrem wertvollen Beitrag maßgeblich zum Erreichen dieses wichtigen Meilensteins beigetragen haben“.
Alessandro Marottoli, BBT-Project Manager für das Baulos H61 Mauls, bestätigt: „Dank der Entschlossenheit der TBM-Vortriebsmannschaft und aller beteiligten Fachleute konnte ein weiterer Höhepunkt erreicht werden. Nach Serena und Virginia ist nun auch Flavia am Ziel“.
Die Tunnelbohrmaschine hat nicht nur einen langen Tunnelabschnitt aufgefahren, sondern gleichzeitig 65.000 Betonfertigteile, die sogenannten Tübbinge, für die Innenschalte des Tunnels eingebaut. „Im April 2023 kam es ca. 3,5 Kilometer vor dem Brenner zu einem mehrmonatigen Stillstand der TBM Flavia. Aufgrund der hohen Überlagerung von über 1.200 Metern und der geringen Festigkeit des zerklüfteten Gesteins drückte das Gebirge auf die TBM und blockierte den Vortrieb. Nach mehreren Anfahrversuchen konnte die TBM jedoch wieder in Betrieb genommen werden“, erklärt Stefan Skuk, Geologe der BBT SE.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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Quelle: Zughalt.de