21.05.25
Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert den Aufbau eines digitalen Angebots, mit der Rufbetrieb-Shuttles und Anrufsammeltaxis verknüpft werden können. Das Kompetenzcenter Digitalisierung NRW (KCD) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR AöR) entwickeln gemeinsam mit dem Landesverkehrsministerium eine landesweite Plattform, mit der Rufbetriebsangebote besser koordiniert und flexible, fahrplanunabhängige Angebote und von Verkehrsunternehmen bereitgestellte Rufbusse verknüpft werden können. Das Verkehrsministerium fördert die Systementwicklung mit knapp 8,5 Millionen Euro.
Die Plattform ist ein zentraler Bestandteil der ÖPNV-Digitalisierungsoffensive des Landes und soll im Herbst 2025 den Betrieb aufnehmen. Die Verkehrsunternehmen zwischen Rhein und Weser werden die Möglichkeit erhalten, ihre Rufbetriebsangebote über ein gemeinsames System zu koordinieren und standardisiert in ihre Auskunfts- und Vertriebssysteme zu integrieren. Dies soll den Kunden den Zugang zu den Angeboten erleichtern.
Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne): „Für die Mobilitätswende brauchen wir unterschiedliche und flexible Angebote im ÖPNV, die den Bürgerinnen und Bürgern eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr bieten und gleichzeitig das Klima schützen. On-Demand-Systeme, die digital auf Abruf gebucht werden können, verbessern unser ÖPNV-Angebot in allen Landesteilen.“
Mit dem Ziel, den ÖPNV flächendeckend in ganz Nordrhein-Westfalen weiter auszubauen, ermöglicht die Plattform einen bedarfsgerechten und kosteneffizienten Betrieb von Rufbetriebsangeboten. Gerade in ländlichen Gebieten oder bei Verkehren über die Stadtgrenzen hinaus bieten diese Angebote eine Ergänzung zum Linienverkehr und verbessern die Mobilität der Menschen in verkehrlich weniger erschlossenen Regionen. Mit der Plattform können Verkehrsunternehmen diese flexibel einsetzbaren Verkehre ohne hohe Aufwände initiieren und sicherstellen, dass ihre Angebote optimal mit dem bestehenden ÖPNV vernetzt sind.
VRR-Vorstandssprecher Oliver Wittke fügt hinzu: „Fahrgäste werden von einem einheitlichen Zugang zu On-Demand-Angeboten in ganz NRW profitieren. Unsere Vision ist es, dass diese Dienste über eine landesweite App buchbar sind. Perspektivisch sollen die Verkehre auch über die gleichen Mobilitäts-Apps erreichbar sein, die die ÖPNV-Angebote von Bus und Bahn abdecken. So entsteht eine nahtlose, unkomplizierte Mobilität.“
Geplant ist zudem die Einführung eines landesweiten Rufbetriebstarifes, der ab Ende 2025 in die bestehenden Tarifsysteme integriert werden soll. Die Entwicklung dieses Tarifs liegt in der Verantwortung des Kompetenzcenters Marketing NRW (KCM), das beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg in Köln angesiedelt ist. Die Vergabe des Systems soll im Sommer 2025 abgeschlossen werden, damit Ende 2025 erste Ridepooling-Dienste über die Plattform durch die Verkehrsunternehmen bereitgestellt werden können.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de