23.05.25
Die DB Systemtechnik begleitet und überwacht für go.Rheinland und VRR Design und Konstruktion, Fertigung und Bauüberwachung sowie die technische und vertragliche Abnahme der neuen Züge für die S-Bahn Rheinland. Auf dem Kundentag der DB Systemtechnik GmbH letzte Woche in Minden in Westfalen wurde die vor kurzem vereinbarte Zusammenarbeit bei den neuen Fahrzeugen für die S-Bahn Rheinland vorgestellt.
Die beiden Aufgabenträger für den Regional- und S-Bahn-Verkehr go.Rheinland und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr haben die DB Systemtechnik nach einem europaweitem Verhandlungsverfahren mit der technischen Beratung für die neuen Fahrzeuge beauftragt. Im vergangenen Jahr hatten go.Rheinland und VRR den Hersteller Alstom Transport Deutschland GmbH mit dem Bau und der Wartung von neuen Fahrzeugen für die S-Bahn Rheinland beauftragt. Im Laufe der kommenden Jahre sollen insgesamt bis zu neunzig Neufahrzeuge gebaut werden.
Die ersten neuen S-Bahnen sollen ab Mitte 2029 in einem Probebetrieb auf die Strecken im Rheinland und im Ruhrgebiet gehen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die DB Systemtechnik von den beiden Aufgabenträgern mit der technischen Beratung beauftragt. Am Firmensitz in Minden wurde heute vorgestellt, wie die Beratung in den drei Phasen Konstruktion, Fertigung und Abnahme der neuen Fahrzeuge aussehen wird. In der Design- und Konstruktionsphase geht es beispielsweise um die Prüfung der Einhaltung des Fahrzeuglastenhefts und die fachtechnische Begleitung von Neuentwicklungen.
Sven Kleine, Prokurist und technischer Betriebsleiter bei go.Rheinland, ist sich sicher: „Mit dem sehr erfahrenen Partner DB Systemtechnik an unserer Seite werden wir die vertragsgerechte Umsetzung der Entwicklung und der Produktion sowie die Abnahme der neuen S-Bahn-Fahrzeuge optimal begleiten können. Wir werden gemeinsam mit dem Fahrzeughersteller Alstom alles dafür tun, dass die neuen S-Bahnen ab dem Ende dieses Jahrzehnts auf unseren Gleisen rollen können.“
Im Rahmen der Fertigung wird es unter anderem baubegleitende, unabhängige Qualitätskontrollen beim Fahrzeughersteller sowie eine Prüfung der Fertigungsunterlagen und -prozesse geben. Zur abschließenden Abnahmephase gehören dann Schritte wie die Einzelprüfungen der Fahrzeuge, die Überprüfung der Dokumentation, der Fahrzeugakte und des Betriebsbuchs sowie die Begleitung von Test – und Überführungsfahrten.
Georg Seifert, Prokurist und Leiter der Abteilung SPNV/Betrieb/Verkehrsplanung des VRR: „Wir haben mit DB Systemtechnik einen europaweit führenden Dienstleister gewonnen, der mit seinem Expertenwissen die Fertigung der instandhaltungsfreundlichen und energieeffizienten Fahrzeuge von Alstom optimal überwacht.“ Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass im Dezember 2029 die neunzig neuen S-Bahntriebzüge der S-Bahn rund um Köln aufs Gleis gesetzt werden und zwar unabhängig davon, welcher Betreiber am Ende fahren wird.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de