27.05.25
Die Umstellung der wupsi-Linienbusflotte in der Stadt Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis hin zu künftig ausschließlich alternativen Antriebssystemen ist in vollem Gange. Nachdem im April 2022 mit der Inbetriebnahme der ersten zehn Solowagen sowie deren Wartung und Ladung auf den wupsi-eigenen Betriebsgeländen begonnen wurde, soll die Elektrifizierung der gesamten wupsi-Busflotte bis zum Jahr 2034 abgeschlossen werden. Die Lade- und Netzinfrastruktur wurde anteilig über das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Für die Busse bedarf es einer Förderung durch den Bund.
Mit der Anschaffung und ersten Inbetriebnahme von Elektrobussen in 2022 durch die wupsi ging eine weitreichende Analyse des Fahrzeugmarktes sowie der Fördermöglichkeiten für Verkehrsunternehmen einher. Zugleich wurden positive Erfahrungen mit den ersten zehn E-Solowagen des Herstellers MAN in Bezug auf Verlässlichkeit und Reichweiten gesammelt, die zwischenzeitlich bereits etwa 1,5 Mio. Kilometer elektrisch auf den wupsi-Linienwegen gefahren sind. Die Rückmeldungen von Fahrgästen und dem Fahrpersonal waren durchweg positiv.
Im Rahmen einer zweiten Ausbaustufe erfolgte eine Bewerbung um die Förderung für 46 weitere Elektrobusse und entsprechende Netz- und Ladeinfrastruktur an und auf den Betriebshöfen in Leverkusen und Bergisch Gladbach. Diese 46 E-Busse des erfolgreich getesteten Herstellers MAN werden zwischen April und August 2025 in Betrieb genommen und sind in Leverkusen (32 Busse) und Bergisch Gladbach (14 Busse) stationiert. Damit wird ca. ein Drittel der wupsi-Busflotte künftig elektrisch auf unterschiedlichen wupsi-Linien unterwegs sein.
Innerhalb dieses Zeitraums werden erstmals auch 27 Elektro-Gelenkbusse (angegebene Mindestreichweite 248 Kilometer) bei der wupsi in Betrieb genommen. Ergänzt werden diese durch weitere 19 E-Solowagen (angegebene Mindestreichweite 313 Kilometer), die künftig die wupsi-Flotte verstärken werden.
Wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski macht die Vorteile der Elektrobusse deutlich: „Elektromotoren setzen zirka achtzig Prozent der Energie in Bewegung um und erreichen unter Beachtung von Verlusten beim Laden und der Bereitstellung von Strom an Ladegeräten einen Wirkungsgrad von 64 Prozent. Zum Vergleich erreicht ein Dieselmotor lediglich einen Wert in Höhe von zwanzig Prozent.“
Die hohe Energieeffizienz durch Rekuperation und geringere Wartungsaufwände zum Beispiel durch einfacheren Getriebeaufbau führten zudem dazu, dass die Betriebskosten für einen Elektrobus deutlich geringer als bei einem Dieselbus ausfielen.
Vor Ort war auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU): „Mit der Förderung klimafreundlicher Antriebe im öffentlichen Nahverkehr setzen wir gezielt Impulse für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität. Die wupsi GmbH geht hier engagiert voran: Mit ihren 56 neuen Batterie- und Brennstoffzellenbussen ist künftig ein knappes Drittel der Flotte emissionsfrei unterwegs.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de