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Rheinbahn verzeichnet Fahrgastrekord

30.05.25

Die Düsseldorfer Rheinbahn AG hat im Jahr 2024 erstmals wieder mehr Fahrgäste befördert als vor dem Beginn der Corona-Pandemie. Die Rheinbahn AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück: Mit einem neuen Fahrgastrekord und wichtigen Fortschritten bei Digitalisierung, Angebotsausbau und Nachhaltigkeit konnte das Verkehrsunternehmen deutliche Impulse für die Mobilitätswende setzen. Gleichzeitig verdeutlicht das Jahresergebnis, das der Vorstand dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorgelegt hat, den weiterhin hohen finanziellen Druck im öffentlichen Verkehr.

Im Jahr 2024 nutzten 204,7 Millionen Fahrgäste die Busse und Bahnen der Rheinbahn – das sind über 32 Millionen mehr als im Vorjahr. Entsprechend war die Rheinbahn im vergangenen Jahr so umfangreich im Einsatz wie noch nie: 55 Millionen zurückgelegte Fahrzeugkilometer stehen zu Buche, was etwa 140 Mal der Distanz von der Erde zum Mond entspricht. Diese Leistung erbrachten 3.709 Mitarbeiter 2023 waren es noch 2.513 Personen.

Die Anzahl der Ausbildungsverträge bei der Rheinbahn ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls weiter gestiegen. Auch das seit Mai 2023 gültige Deutschlandticket trug zu diesem Erfolg bei. Inzwischen zählt das Unternehmen über 271.596 Abonnenten – so viele wie nie zuvor. Trotz der Rekord-Fahrgastzahlen bleibt die finanzielle Lage der Rheinbahn angespannt. Gestiegene Energiepreise, höhere Personalkosten und notwendige Investitionen in Fahrzeuge, Digitalisierung und Infrastruktur sowie geringere Durchschnittserlöse pro Ticket belasten das Ergebnis.

Die Rheinbahn schloss das Jahr mit einem operativen Verlust von 142,2 Millionen Euro ab. Dieser belief sich 2023 noch auf 98,5 Millionen Euro. Dennoch war das Jahresergebnis unter Berücksichtigung aller konservativ bewerteten Risiken um 23,5 Millionen Euro besser als geplant.

„Die Rheinbahn hat im Jahr 2024 gezeigt, was möglich ist – wenn Wandel mutig angegangen und konsequent umgesetzt wird. Mit einer starken operativen Leistung, einem beeindruckenden EM-Großeinsatz, einem klaren Digitalisierungskurs und großer Wirkung nach innen und außen stehen wir heute sichtbar besser da als noch vor einem Jahr“, erklärt Annette Grabbe, Sprecherin des Vorstands, Arbeitsdirektorin und Finanzvorständin.

„Wir haben unser Angebot ausgeweitet, neue Busse beschafft, wichtige Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt und mehr Fahrgäste zuverlässig befördert. Möglich gemacht haben das unsere engagierten und tatkräftigen Mitarbeitenden, die sich Tag für Tag mit Herzblut für unser Unternehmen einsetzen. Dafür danke ich allen sehr herzlich.“ Weiter führt sie aus: „Die Zahl von 204,7 Millionen Fahrgästen macht uns stolz und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Doch die Zahlen machen auch deutlich: Die Finanzierung des ÖPNV steht auf wackeligen Füßen. Wenn wir gemeinsam mit der Politik die Mobilitätswende schaffen wollen, braucht es verlässliche, langfristige Finanzierungslösungen.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de