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Mehr Fahrgäste in Hameln-Pyrmont

02.06.25

Die Öffis Nahverkehr Hameln-Pyrmont GmbH zieht eine insgesamt positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2024 – und geht optimistisch ins Jahr 2025. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen verzeichnete das Unternehmen erfreuliche Entwicklungen bei Fahrgastzahlen, Einnahmen und betrieblichen Kennzahlen – und stellt gleichzeitig wichtige Weichen für die Zukunft.

Rundum positive Reaktionen gab es bei der Vorstellung des Jahresabschlusses im Aufsichtsrat der Öffis Nahverkehr Hameln-Pyrmont GmbH: Im Jahr 2024 wurden rund 9,1 Millionen Fahrgastfahrten absolviert – ein Plus von 1,5 Millionen im Vergleich zum Vorjahr (2023: 7,6 Millionen). Damit liegen die Fahrgastzahlen erstmals seit der Corona-Pandemie wieder über dem Vorkrisenniveau. Entscheidenden Anteil daran hatte das 2023 eingeführte Deutschlandticket, sowie die vom Landkreis Hameln-Pyrmont finanzierte Ha-Py Card, die allen Schülern bis einschließlich der zehnten Klasse eine kostenfreie Beförderung zu den Schul- und Ferienzeiten ermöglicht.

Die Erlöse aus Linienverkehren stiegen hierdurch um eine Million Euro auf insgesamt 7,4 Millionen Euro an. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch im Jahresergebnis wider: Der Jahresfehlbetrag ist um 800.000 Euro besser als geplant und ist mit elf Millionen Euro Euro sogar besser als im Vorjahr (2023: 11,2 Millionen Euro).

Aufsichtsratsvorsitzender Constantin Grosch zeigt sich vor dem Hintergrund dieser Zahlen erfreut: „Ich bin sehr zufrieden mit der positiven Entwicklung der Öffis. Besonders stolz bin ich auf das Engagement und die Leistung unserer Mitarbeitenden – sie sind das Fundament unseres Erfolgs. Gemeinsam sind wir auf einem vielversprechenden Weg in eine erfolgreiche Zukunft.“

Trotz angespannter Personalsituation und temporärer Fahrplananpassungen bis Anfang August 2024 konnte mit Beginn des neuen Schuljahres wieder das volle Fahrplanangebot erbracht werden. Seit Mitte 2024 sind alle Fahrerstellen besetzt, was u. a. auf eine erfolgreiche Personalrekrutierung und eine gesunkene Krankenquote zurückzuführen ist. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte das Unternehmen 190 Mitarbeiter (Vorjahr: 181), davon 67 Frauen (35,3 Prozent).

Die Zahl der Auszubildenden stieg auf sieben – darunter zwei Frauen. Das Durchschnittsalter der Belegschaft sank erneut leicht auf 47,6 Jahre – ein Zeichen für die gelingende Verjüngung des Teams. Die Öffis erbrachten im Jahr 2024 52 Prozent (2,4 Millionen Fahrzeugkilometer) ihrer Verkehrsleistungen eigenständig, rund 2,2 Millionen Fahrzeugkilometer wurden durch Subunternehmen gefahren.

Insgesamt stand hierfür eine Flotte von 133 Bussen zur Verfügung, darunter 79 eigene Fahrzeuge. Zum Jahresende setzte sich der Fuhrpark aus 21 Gelenkbussen, hundert Solobussen und 12 Kleinbussen zusammen. Das Durchschnittsalter der eigenen Fahrzeuge lag bei 6,4 Jahren. Im Jahr 2024 investierte das Unternehmen rund drei Millionen, unter anderem in die Modernisierung des Fuhrparks und Digitalisierungsprojekte.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de