05.06.25
Nach 15 Wochen intensiver Bauzeit ist die umfangreiche Grunderneuerung auf dem südlichen Abschnitt der U-Bahnlinie U6 und teilweise auch der U3 abgeschlossen. Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) haben dort seit 17. Februar Bahnhöfe und Tunnelabschnitte modernisiert und saniert. Pünktlich zum Champions League Finale konnte die U-Bahn ab letztem Samstag (31.. Mai) wieder auf dem gewohnten Linienweg fahren. Bis dahin werden die Baustelleneinrichtungen noch zurückgebaut und die Bahnhöfe im Abschnitt Implerstraße – Klinikum Großhadern gereinigt.
Bürgermeister Dominik Krause (Grüne): „Die U-Bahn ist das Rückgrat unseres Verkehrssystems in München. Sie transportiert täglich hunderttausende Münchner zuverlässig und klimafreundlich durch die Stadt. Viele Strecken sind Jahrzehnte alt und müssen deshalb in den kommenden Jahren grundlegend saniert werden. Dafür investieren wir viel Geld. Baustellen mag niemand, aber ständige Zugausfälle und Verspätungen aufgrund maroder Infrastruktur erst recht nicht, deshalb sind für einen leistungsfähigen und zuverlässigen ÖPNV regelmäßige Arbeiten nötig.“
Maßgeblich für das Maßnahmenbündel war der Tausch einer Weiche südlich des Bahnhofs Implerstraße sowie sechs weiterer Weichen am Harras nach 49 Betriebsjahren. Im Schatten der dafür notwendigen Streckensperrung haben die SWM zahlreiche weitere Verbesserungen durchgeführt und auch noch nach Beginn der Arbeiten weitere Maßnahmen in das Paket integriert. So wurden unter anderem die Fahrtreppen am Partnachplatz erneuert, Hintergleisfassaden saniert, Sitzmöbel ausgetauscht sowie für die Verbesserung der Barrierefreiheit die Beschriftungen an Handläufen und das Blindenleitsystem erneuert.
MVG-Chef Ingo Wortmann: „Altersbedingt mussten wir sieben Weichen austauschen. Die dafür notwendige Sperrzeit haben wir genutzt und am Ende rund siebzig Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Mit der Bündelung der Maßnahmen konnten wir Zeit und Kosten sparen sowie weitere Sperrungen vermeiden. Allen Kolleginnen und Kollegen, die dazu beigetragen haben, gilt mein herzlicher Dank. Für unsere Fahrgäste haben wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn einen leistungsstarken Ersatzverkehr mit mehr als dreißig Bussen auf die Beine gestellt, der sehr gut angenommen wurde. Dennoch hat die Zeit der Sperrung für viele spürbare Einschränkungen bedeutet. Bei allen, die davon betroffenen waren, möchte ich mich für die Geduld bedanken.“
Auch nach Beginn der Arbeiten konnten noch Sanierungsprojekte in das Bündel aufgenommen werden. Insgesamt wurden so rund siebzig Maßnahmen und damit mehr als ursprünglich geplant parallel umgesetzt. Unter anderem konnte die Sanierung der Toilette am Haderner Stern damit maßgeblich beschleunigt und mit Ende der Sperrung abgeschlossen werden. Die Toilette wurde vollständig erneuert und mit hochmodernen Sanitäreinrichtungen ausgestattet.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de