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Hessen feiert dreißig Jahre RMV

06.06.25

Der hessische Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wird dreißig Jahre. Nachdem es bereits im Vorfeld den Frankfurter Verkehrsverbund gab, hat man im Jahr 1995 auf einen Verkehrsverbund gesetzt, der weit darüber hinausgeht. Insgesamt hat Hessen mit dem RMV und dem NVV zwei Verkehrsverbünde, die die Tariflandschaft seit dreißig Jahren deutlich vereinfachen.

„Vor dreißig Jahren wurde mit dem RMV der Nahverkehr in Hessen auf ein neues Gleis gesetzt: ein Tarif, ein Fahrplan, ein Netz – für alle. Das war nicht weniger als ein echter Systemwechsel. Seitdem verbindet der RMV unsere Region und bringt täglich Millionen Menschen verlässlich zur Arbeit, zur Schule oder nach Hause. Für mich ist klar: Ein gut ausgebauter, solidarisch finanzierter ÖPNV ist kein Luxus, sondern Daseinsvorsorge. Deshalb investieren wir als Land auch in diesem Jahr rund 1,2 Milliarden Euro in Bus und Bahn – für ein Hessen, das zusammenhält und in Bewegung bleibt”, so Kaweh Mansoori (SPD), hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum.

Der RMV-Aufsichtsratsvorsitzende und Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) sieht den öffentlichen Nahverkehr als Schlüssel für die Attraktivität und den Wohlstand Frankfurts und der Rhein Main-Region: „Nur mit leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsmitteln ist Frankfurt / Rhein-Main besonders lebenswert und wirtschaftlich erfolgreich. Dafür hat der RMV den Grundstock gelegt. Täglich nutzen rund 2,5 Millionen Menschen unseren Verbund. Unser Ziel ist es den Öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen. Gleichzeitig muss er aber für alle bezahlbar bleiben. Jeder möchte schnell an sein Ziel kommen – und das zu einem Preis, den man sich leisten kann. An der Erfolgsgeschichte RMV arbeiten wir schon weiter. Die Regionaltangente West ist in Bau, die Arbeiten für die Nordmainische S-Bahn beginnen bald. In Frankfurt selbst wird die U5 verlängert und der Lückenschluss der U4 angegangen. Der RMV ist die Zukunft unserer Mobilität“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Josef.

„Was damals mutig und neu war, alle bisherigen Tarife zu einem zusammenzulegen ist heute selbstverständlicher Alltag für fünf Millionen Menschen zwischen Limburg und der Rhön und von Marburg bis in den Odenwald. Wie gut der RMV konzipiert ist, zeigt, dass seit seiner Gründung am Prinzip des gleichen Stimmrechts egal ob Metropole Frankfurt, Sonderstatusstadt oder ländlicher Kreis nichts geändert wurde. Dieses Miteinander auf Augenhöhe ist das Erfolgsrezept des RMV und sorgt dafür, dass die Interessen der Fahrgäste aller RMV-Regionen im Blick sind“, so Ulrich Krebs (CDU), stellvertretender RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Hochtaunuskreises.

RMV-Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsführung Knut Ringat ergänzt zufrieden: „Mit der Gründung des RMV hat der öffentliche Nahverkehr ein völlig neues Gesicht erhalten. Schalter wichen Mobilitätszentralen, Waggons aus der Wirtschaftswunderzeit wichen zeitgemäßen Zügen und ein Tarif für alle öffentlichen Verkehrsmittel sorgte für Attraktivität und Einfachheit. Vor allem aber bedeutete der RMV Schritt für Schritt immer neue Linien und mehr Fahrten. Heute sind doppelt so viele S-Bahnen im RMV unterwegs. Dieses Konzept kommt an.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de