17.06.25
Die DB-Tochtergesellschaft Autokraft treibt den Dieselausstieg voran. Gemeinsam mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde wurden fünf Elektro-Gelenkbusse vorgestellt, die sich bereits im Einsatz befinden und zwei neue Wasserstoffbusse. Diese werden von einer Wasserstofftankstelle in Kiel aus versorgt, die von der Firma GP Joule betrieben wird. Etwa zehn Prozent der Flotte von DB Regio Bus Nord ist damit ohne Dieseltraktion unterwegs.
Der Ausbau der ressourcenschonenden Busflotte wurde durch zwei Förderpakete des Bundes mit insgesamt rund 16 Millionen Euro unterstützt. Dank dieser Bundesförderung konnte Autokraft nicht nur insgesamt vierzig Elektro- und zwei Brennstoffzellenbusse anschaffen, sondern auch die Ladeinfrastruktur und die Werkstätten ausbauen.
Alle Elektrobus-Projekte sind in enger Abstimmung mit den vor Ort zuständigen ÖPNV-Aufgabenträgern der Kreise und Kommunen umgesetzt worden. Unter reinen Marktbedingungen ist der konventionelle Dieselbus nach wie vor am wirtschaftlichsten. Es bedarf daher verlässlicher Fördergelder vom Bund oder vom Land, denn weder die Verkehrsbetriebe selbst noch die Kommunen können den Dieselausstieg finanzieren.
Daniel Marx, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Bus Nord und Geschäftsführer Autokraft GmbH: „Mittlerweile fährt rund zehn Prozent der Flotte von DB Regio Bus Nord emissionsfrei. Wir gestalten die Zukunft der Mobilität aktiv und nehmen unsere Verantwortung für den Klimaschutz ernst. Mithilfe der BMV-Förderung und in Zusammenarbeit mit den Kreisen in Schleswig-Holstein haben wir einen großen Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen ÖPNV gemacht.“
Die Brennstoffzellenbusse stammen vom portugiesischen Hersteller Caetano. Sie haben eine Reichweite von bis zu 590 Kilometern. Die auf dem Dach verbauten Wasserstofftanks verfügen über eine Kapazität von 37,5 Kilogramm Wasserstoff. Die Brennstoffzelle des Herstellers Toyota lädt permanent eine Batterie, die den Bus antreibt.
Kai Schlimbach, Fachbereichsleiter für Regionalentwicklung, Bauen und Umwelt im Kreis Rendsburg-Eckernförde: „Die Umstellung auf klimaneutrale Antriebe wirkt sich direkt auf die Lebensqualität der Menschen vor Ort aus: Wir verbessern die Luftqualität und senken die Lärmbelastung. Diesel einzusparen, schont Ressourcen und wird langfristig Kosten reduzieren, die wiederum in die Qualität des ÖPNV investiert werden können. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde engagiert sich stark für einen modernen, klimafreundlichen und an den Bedürfnissen der Menschen orientierten ÖPNV. Darauf können wir stolz sein!“
Die neuen Busse bieten Raum für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen. Die Haltewunschtasten sind beleuchtet und mit Blindenschrift versehen. Die Ausstattung mit Videoüberwachung und Abbiegeassistent steigert die Sicherheit auch für das Fahrpersonal. Für den Komfort der Fahrgäste sorgen Klimaanlage sowie kostenfreies WLAN. An jedem Sitz findet sich ein USB-Anschluss, um Mobilgeräte zu laden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de