18.06.25
Das Berliner StartUp-Unternehmen Nox hat angekündigt, ab 2027 europaweit Nachtzüge einzusetzen. Hierbei möchte man Waggons mit vollständig privaten Räumen auf die Schiene bringen und die Fahrpreise auf dem Niveau von Flugtickets halten. „Im Schlaf durch Europa zu reisen ist ein großartiges Konzept. Aber heute muss man sich das Abteil mit Fremden teilen, die Betten sind eng und es ist oft teurer als ein Flug. Das wollen wir ändern und Nachtzüge zu einem festen Bestandteil des europäischen Reisens machen“, sagt Thibault Constant, Mitgründer von Nox.
Auf YouTube und Instagram ist er mit über einer halben Million Followern als „Simply Railway“ bekannt und hat weltweit über 400 Fahrten in Nachtzügen absolviert. Seine Erfahrung hat Nox stark geprägt: Alle drei Raumtypen werden zwei Meter lange Betten, separate Sitze mit Tischen und genug Platz zum Aufstehen und Gepäck haben. Nox plant außerdem Doppelbetten und Betten mit direktem Panoramablick anzubieten.
„Unser Design erlaubt es uns, mehr Menschen in unseren Zügen unterzubringen als herkömmliche Anbieter. In Kombination mit einem strikten Fokus auf Standardisierung und operative Effizienz können wir günstige Preise auf über 35 europäischen Strecken anbieten“, sagt Gründer Janek Smalla, der in der Vergangenheit bei Flixtrain tätig war und zuletzt den deutschen Ridesharing-Markt für Bolt geleitet hat. Aktuell soll die Investitionsfinanzierung geklärt werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de