18.06.25
Auf der Linie RE 6 zwischen Chemnitz und Leipzig kommt es seit längerem zu erheblichen Problemen: Die Züge sind überfüllt, Doppeldeckerwaggons bleiben oft gesperrt, es mangelt an Informationen und es häufen sich personalbedingte Zugausfälle. Der verantwortliche Betreiber die die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB), die Teil des Transdev-Konzerns ist. Die zuständigen Aufgabenträger sind der Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL).
VMS-Geschäftsführer Mathias Korda: „Seit Ende März fährt Transdev mit verminderter Kapazität.“ Im Verkehrsvertrag sind pro Fahrt 300 Sitzplätze vorgeschrieben. Weil durch einen Bescheid des Eisenbahnbundesamtes (EBA) vor zweieinhalb Monaten bei jedem Doppelstockzug ein Wagen wegen Abgasgerüchen der Lok gesperrt ist, stehen statt reichlich 300 Sitzplätzen seither nur 223 zur Verfügung.
Mathias Korda: „Wir haben Transdev seither mehrfach aufgefordert, die aktuellen Probleme in Griff zu bekommen und den Verkehrsvertrag zu erfüllen. Es hat sich trotz Fristsetzung und Strafzahlungen nichts getan.“ Man hat das Unternehmen aufgefordert, ergänzende Expressbusse zu bestellen, die im Halbstundentakt verkehren sollen. Mathias Korda: „Wir können den Fahrgästen die Zustände auf RE 6 nicht länger zumuten.“ Der RE 6-Verkehrsvertrag schreibt 300 Sitzplätze pro Fahrt vor – bereitzustellen durch den Betreiber.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de