20.06.25
Die U-Bahnen der Frankfurter Linien U 4 und U 5 werden ab dem 18. August, dem ersten Schultag nach den Sommerferien, wieder nach ihrem alten Fahrplan verkehren. Möglich wird das durch eine leichte Entspannung im Fahrdienst der VGF. Durch die erfolgreiche Rekrutierung neuer Fahrer steht genügend Personal zur Verfügung, um den Betrieb auf den beiden Linien wieder nach Original-Fahrplan abzuwickeln. Dies machte der Frankfurter Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) bekannt.
„Ich freue mich, dass die Anstrengungen der VGF erfolgreich waren und wir auf diesem hochfrequentierten Abschnitt, der Innenstadt und Hauptbahnhof verbindet, wieder zum ursprünglichen Angebot zurückkehren können“, so Siefert. „Damit verbessern wir die Situationen für viele Menschen, die die Innenstadt erreichen oder durchqueren wollen. Davon profitieren Pendlerinnen und Pendler ebenso wie der Handel in der Innenstadt.“
Die beiden Linien fahren an Wochentagen in der Hauptverkehrszeit am Morgen und am Nachmittag alle fünf Minuten, statt wie bisher alle siebeneinhalb Minuten. Außerhalb davon fahren die beiden Linien tagsüber einen siebeneinhalb-Minuten-Takt. An Samstagen fahren beide Linien nachmittags einen siebeneinhalb-Minuten-Takt. Sonntags verkehrt auch die Linie U5 wieder alle zehn Minuten.
„Das wir auf den beiden Linien zum Originalfahrplan zurückkehren können, ist eine tolle Nachricht! Insbesondere auf der Linie U4 steigt die Kapazität dadurch um rund fünfzig Prozent“, zeigt sich Tom Reinhold, Geschäftsführer der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ, erleichtert, „damit sind rund die Hälfte der Leistungsreduzierungen auf der U-Bahn wieder zurückgenommen“, so Reinhold. „Die Angebotsreduzierung war ein wenig erfreulicher, aber notwendiger Schritt“, so Wolfgang Siefert, „aber uns war wichtig, dass unsere Fahrgäste ein verlässliches und regelmäßiges Angebot auf diesen beiden Linien hatten.“
Ziel sei es immer gewesen, diese Einschränkung so schnell wie möglich zurückzunehmen, was auf U4 und U5 jetzt gelänge. U4 und U5 verkehren seit Januar 2024 nicht mehr nach Original-Fahrplan. Der Personalmangel hatte nach der Corona-Pandemie auch auf den Linien der VGF zu, zum Teil kurzfristigen, Fahrtausfällen geführt. Im Zentrum der Anstrengungen der VGF, dem Fahrermangel zu begegnen, standen eine erfolgreiche und nachhaltige Personalrekrutierung, verbunden mit dem notwendigen Ausbau der Kapazität der Betriebsfahrschule – denn Fahrer bei der VGF wird man erst nach einem erfolgreichen Lehrgang im unternehmenseigenen Ausbildungszentrum.
Im Fahrdienst der VGF sind (Stand Juni 2025) 986 Fahrer beschäftigt. Zum Vergleich: 2023 waren es 899 Fahrdienst-Mitarbeiter, 2022 886. „Wir haben auf einem schwierigen Arbeitsmarkt die Zahl der Mitarbeitenden im Fahrdienst kontinuierlich steigern können – um rund 11,29 Prozent in drei Jahren“, fasst VGF-Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin Kerstin Jerchel die Zahlen zusammen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de